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Nachhaltige Geldanlage

Das Thema nachhaltige Geldanlage hat in den letzten Jahren allgemein deutlich an Bedeutung gewonnen. Unter nachhaltigen Anlagen oder Social Responsible Investments (SRI) wird dabei eine Reihe unterschiedlicher Investments subsumiert. Grundsätzlich legen nachhaltige Anlagen einen Schwerpunkt auf ökologische, soziale und ethische Kriterien, welche in unterschiedlicher Zusammensetzung und auch Strenge bei Investitionen berücksichtigt werden.

Der Markt für nachhaltige Investments ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Dabei ist sowohl seitens der Fondsgesellschaften das Angebot ausgebaut worden als auch das Interesse auf Kundenseite gestiegen. Nach den Zahlen des „Forum Nachhaltige Geldanlagen“ sind in Deutschland bereits mehr als 170 Mrd. Euro in nachhaltige Anlagen investiert. Rund zwei Drittel davon entfallen auf Investmentfonds sowie Mandate.

Denn bei einer wachsenden Zahl von Kunden reift die Erkenntnis, dass mit einem guten Gewissen anlegen nicht gleichzeitig bedeutet in Anlagen mit einer schlechten Rendite investieren zu müssen. ebase hat dieses Thema aufgegriffen und unterstützt mit einem entsprechenden Angebot. So wird den Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit geboten, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien, wie beispielsweise „frei von Atomenergie“ oder „frei von Gentechnik“, zu berücksichtigen. Hierfür steht bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung. So wird für die Kunden die Möglichkeit geschaffen, diejenigen Fonds zu identifizieren, die ihren persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen.

Dass ebase Kunden dieses Thema wichtig ist, zeigt sich an deren Handelsaktivitäten. So haben die Handelsaktivitäten von Fonds, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, im Vergleich zum Durchschnitt des letzten Jahres deutlich zugenommen. Im laufenden Jahr lag die Handelshäufigkeit sehr deutlich über dem letztjährigen Mittel. Das bedeutet, dass, trotz der turbulenten Marktphase seit Jahresbeginn, das Interesse an nachhaltigen Kapitalanlagen weiterhin bestehen bleibt. Es handelt sich jedoch, im Unterschied zu vor einigen Jahren, nicht mehr um ein Nischenthema. Vielmehr ist es bei einer breiteren Masse der Anleger in den Fokus gerückt.

Die Anleger zeigten dabei im Mai insbesondere Interesse an Fonds, die den Nachhaltigkeitskriterien „frei von Rüstung“ und „frei von Gentechnik“ gerecht werden. Die Fundflow-Faktoren lagen hier bei 1,28 beziehungsweise 1,29. Das bedeutet, dass die Mittelzuflüsse um 28 bzw. 29 Prozentpunkte über den Abflüssen lagen. Daneben waren Fonds gefragt, die den Auswahlkriterien „frei von Tierversuchen“ (1,18) und „frei von Atomenergie“ (1,18) gerecht werden. Allgemein überstiegen die Mittelzuflüsse bei allen nachhaltigen Fonds Kriterien-unabhängig die Mittelabflüsse.

Zukünftig spricht eine Reihe von Gründen für eine weiterhin wachsende Bedeutung von nachhaltigen Geldanlagen. Denn nicht nur das Interesse bei den Kunden nimmt stetig zu, auch seitens des Gesetzgebers werden nachhaltige Anlagen zunehmend als Thema erachtet, dem mehr Bedeutung eingeräumt werden soll. So hat sich unter anderem die sogenannte „EU High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ im Auftrag der EU-Kommission intensiv mit dem Thema befasst. Aus den Resultaten der Expertengruppe ergeben sich Anforderungen für zahlreiche Marktteilnehmer. Grundsätzlich soll eine nachhaltige Unternehmenspolitik und Geschäftspraxis gefördert werden. In diesem Zusammenhang gilt es, das Bewusstsein für langfristige systemische Bedrohungen, wie Umwelt- oder soziale Risiken oder Mängel in Governance-Strukturen, zu schärfen. In der Folge soll dadurch grundlegenden Werten Vorrang vor kurzfristigen Profiten eingeräumt werden, was auch eine zunehmende Kapitalallokation in nachhaltigen Geldanlagen zur Folge haben wird.

Für institutionelle Anleger bedeutet dies unter anderem, dass Nachhaltigkeitskriterien in die Anlagephilosophie eingearbeitet werden sollen. Zudem müssen diese den Kunden gegenüber transparent dargestellt werden.

Auch Banken und Vermittlern kommt im Rahmen der Anlageberatung eine zentrale Rolle auf diesem Weg zu. So sollen in der Kundenanalyse Anlageziele zu Umweltfragen, sozialen Themen und Aspekten der guten Unternehmensführung abgefragt werden. Im Anschluss sollen diese auch in der Geeignetheitsprüfung Berücksichtigung finden.

Mit dem Ziel, für die Partner und Kunden stets ein optimales Angebot zu bieten, hat ebase sich, bereits bevor die Anforderungen tatsächlich Gesetz werden, dem Thema angenommen und eine entsprechende Lösung bereitgestellt. So werden schon heute ein zusätzlicher Mehrwert und weitere Qualitätsverbesserungen bei den ebase Leistungen geschaffen.