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Altersvorsorge: Die Deutschen haben Angst, die Jungen keine Ahnung

Eine repräsentative Umfrage in fünf europäischen Ländern zeigt: Nur jeder Zweite ist zuversichtlich, dass er im Alter genug Geld hat. Bei der jüngeren Generation herrscht Ratlosigkeit.

Das Thema finanzielles Auskommen im Alter beschäftigt viele Menschen in Europa. Je nach Nationalität und Alter denken die Europäer erfahrungsgemäß zum Teil sehr unterschiedlich darüber nach. Swiss Life wollte es genauer wissen und beauftragte das LINK Institut, eine Studie zum Thema „Finanzielle Zuversicht“ durchzuführen. Insgesamt wurden 4.157 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich und Großbritannien befragt. Die Studie gilt als repräsentativ.

Jeder Zweite ist skeptisch

Angesichts zunehmender Verunsicherung in Punkto Finanzmärkte und Demografischer Wandel ist es nicht überraschend, dass insgesamt nur 46 Prozent der Befragten mit Blick auf ihre aktuelle finanzielle Situation zuversichtlich sind.

Allerdings sind die Menschen in den verschiedenen Staaten sehr unterschiedlich emotional bei diesem Thema: Während 65 Prozent der befragten Schweizer angeben, sich mit ihren Finanzen wohlzufühlen und 73 Prozent der Schweizer ihrem Ruhestand im Alter gelassen entgegensehen, empfinden 53 Prozent der Franzosen Stress bei dem Gedanken. In England sind 42 Prozent sehr skeptisch ihrem Alterseinkommen gegenüber und in Deutschland 40 Prozent. Die größten Sorgen machen sich die Menschen darüber, dass sie im Alter nicht genügend Geld haben (42%). Knapp ein Drittel der Befragten in den fünf Ländern hat nur begrenztes Vertrauen in die staatlichen Vorsorgesysteme – die Schweiz hebt hier den Durchschnitt.

Bedenklich sind die Aussagen der Millennials: Knapp drei Viertel der jüngeren Generation haben überhaupt keine Vorstellung der eigenen Finanzen im Alter. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Drittel nicht weiß, an wen sie sich beim Thema Finanzen wenden können.

Berater dringend gesucht

Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist greifbar. Damit verbunden ist aber auch der Wunsch, etwas gegen die drohende Altersarmut zu tun: Drei von vier Befragten sehen sich selbst in der Pflicht, für das Alter vorzusorgen. Besonders hoch gewichtet wird die Eigenverantwortung in der Schweiz (86%), etwas weniger in Großbritannien (78%), Frankreich (71%), Deutschland (70%) und Österreich (69%).

Kurios: Immerhin 44 Prozent machen den Staat für die Altersvorsorge verantwortlich. Auf die eigene Vorsorgeplanung angesprochen, sind jedoch nur 48 Prozent der Meinung, dass sie dank der bisher getätigten Vorsorge im Alter genügend finanzielle Ressourcen haben werden. Für die Sicherung des gewünschten Lebensstandards im Alter sind über alle Generationen hinweg 80 Prozent der Befragten bereit, den gegenwärtigen Lebensstil anzupassen und mehr vorzusorgen. Die populärsten Maßnahmen sind: mehr sparen (52%), später in Rente gehen (40%) und Ersparnisse anlegen (36%).

Drei Viertel der Befragten sehen sich selbst verantwortlich für die Altersvorsorge, wobei der Anteil in der Schweiz mit 86% am höchsten ist (Großbritannien: 78%; Frankreich: 71%; Deutschland: 70%; Österreich: 69%).

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