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Angebot an nachhaltigen Fonds wächst stetig

Die Anzahl sogenannter ESG-Fonds nimmt weiter zu. Aktuell stehen deutschen Anlegern 641 Investmentfonds zur Verfügung, die bei der Auswahl von Titeln für ihr Portfolio Nachhaltigkeitsaspekte beachten.

Die Abkürzung ESG wird unter Anlegern immer bekannter und beliebter: ESG steht für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und gute Unternehmensführung (Governance). Manager, die Fonds mit diesem Markenanspruch verwalten, wählen die Werte für ihr Portfolio immer unter der Maßgabe aus, dass die betreffenden Unternehmen im Hinblick auf ESG-Aspekte sorgfältiger agieren als ihre Wettbewerber. Zwar wird über die verschiedenen Nachhaltigkeits-Ratings,  an denen sich die Fondsmanager orientieren, immer wieder heiß diskutiert. Doch der Trend hin zu mehr Verantwortung bewegt immer mehr Anleger, in entsprechende Produkte zu investieren.

Die Fonds-Branche unterstützt diesen rasch wachsenden Trend. Aktuell gibt es der Ratingagentur Scope zufolge europaweit bislang 641 ESG-Fonds. Zusammen verwalten die Fonds derzeit 158 Milliarden Euro.

BNP Paribas Marktführer in Deutschland

Während die Mehrzahl der Anbieter nur einige wenige Fonds mit Nachhaltigkeitsbezug in ihren Produktpaletten haben, kommen immerhin 14 Fondsgesellschaften auf jeweils mindestens zehn Fonds.

Mit BNP Paribas Asset Management, Union Investment, Candriam und Bank J. Safra Sarasin haben vier Anbieter sogar jeweils mehr als 20 nachhaltige Fonds im Angebot. BNP Paribas kann derzeit mit 28 die meisten nachhaltig ausgerichteten Fonds mit Vertriebszulassung in Deutschland vorweisen. Union Investment folgt mit 24 nachhaltigen Fonds für Privatanleger.

In Bezug auf die höchsten nachhaltigen Assets under Managements (AuM) führt ebenfalls BNP Paribas das Ranking der Fondsgesellschaften an – und zwar mit deutlichem Vorsprung. BNP Paribas verwaltet in den 28 Nachhaltigkeitsfonds derzeit mehr als 15,4 Mrd. Euro (davon entfallen 4,8 Mrd. Euro auf den Geldmarkt-Fonds BNP Paribas Mois). Auf Rang zwei folgt Pictet Asset Management mit 7,1 Mrd. Euro. Den dritten Rang mit mehr als 5,2 Mrd. Euro belegt Union Investment.

Von den insgesamt 641 Fonds mit Nachhaltigkeitsbezug werden mehr als 85 Prozent aktiv gemanagt. Die passiven Ansätze teilen sich auf knapp 50 Fonds mit AuM von zusammen neun Milliarden Euro auf. Größter Anbieter bei den passiven Strategien ist BlackRock mit 13 ETFs, gefolgt von der UBS mit 12 ETFs.

Nur geringe Unterschiede bei Performance und Volatilität

Eine der für Investoren drängendsten Fragen ist, ob die Ausrichtung der Investmentstrategie auf Nachhaltigkeitsaspekte mit Performance-Einbußen verbunden ist. Die Ratingagentur hat in einer Untersuchung diese Frage untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass sich im Durchschnitt über fünf Jahre keine signifikanten Unterschiede bei Aktienfonds feststellen. Über längere Zeiträume hinweg können ESG-Fonds sogar leichte Performance-Vorteile verbuchen.

Immer mehr ESG-Rentenfonds auf dem Markt

Noch vor wenigen Jahren waren nachhaltige Fonds vor allem im Aktienbereich präsent. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Rentenfonds mit Nachhaltigkeitsbezug. So haben Investoren zum Beispiel im Bereich europäischer Unternehmensanleihen mit Investmentgrade bereits 29 in Euro notierende Unternehmensanleihefonds mit einem nachhaltigen Ansatz zur Auswahl. Auch für Spezialthemen wie Wandel- und Optionsanleihen oder in kleineren Peergroups wie „Renten Emerging Markets Corporates EURO-Hedged“ finden Anleger inzwischen nachhaltige Fonds.

Der vollständigeScope-Report zu Nachhaltigkeitsfonds als PDF-Dokument.

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