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Anleger setzen auf Nachhaltigkeit

Berater, die Anleger auf das Thema Nachhaltigkeit ansprechen, rennen offene Türen ein. Denn der Trend zu ESG-konformen Fonds hält an. Das zeigt eine aktuelle Studie von ebase.

Der Trend zu nachhaltigen Investments setzt sich fort. Das legt eine aktuelle Untersuchung des monatlich erscheinenden Fondsbarometers Nachhaltigkeit von ebase nahe. Demnach haben ebase-Kunden ihre Bestände an nachhaltig investierenden Fonds weiter ausgebaut. Die Mittelzuflüsse überstiegen die -abflüsse um acht Prozentpunkte. Besonders gefragt waren Fonds, die den Nachhaltigkeitskriterien „verstärkt umweltorientiert“ und „verstärkt in erneuerbaren Energien“ gerecht werden. Regional waren insbesondere Fonds auf den Kauflisten, die weltweit sowie in den USA anlegen.

Der Fundflow-Faktor zeigt an, um welchen Faktor die Mittelzuflüsse bei Nachhaltigkeits-Fonds die Abflüsse übersteigen. Lesebeispiel: Im April 2019 lagen die Mittelzuflüsse bei aktiven Fonds um den Faktor 1,08 über den Mittelabflüssen.

Der Greta-Effekt hält an

Seit die Schülerin Greta Thunberg mit ihrem Slogan „Skolstrejk för klimatet“ jeden Freitag irgendwo auf der Welt mehr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel fordert, hat das Thema Nachhaltigkeit neuen Schwung bekommen. Auch Anleger fragen vermehrt nach Fonds, die ESG-Kriterien berücksichtigen. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind deutlich mehr Anteile an nachhaltig investierenden Fonds gekauft als verkauft worden.

„Die große Nachfrage nach nachhaltig anlegenden Fonds seit Jahresbeginn bestätigt den Trend hin zu nachhaltigen Anlagen. Seit Januar haben die ebase Kunden jedem Monat deutlich mehr nachhaltig investierende Fonds gekauft als verkauft“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der European Bank for Financial Services GmbH (ebase). Zwar habe auch hier die Nachfrage in den letzten Monaten des vergangenen Jahres etwas gelitten, doch diese Phase sei überwunden. „Wir sind davon überzeugt, dass das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage weiter an Bedeutung gewinnen wird. Denn es ist nicht nur ein wichtiges gesellschaftliches Thema, sondern auch politisch gewünscht und zudem bei den Kunden zunehmend gefragt“, so Geyer.

Erneuerbare Energien als stärkster Trendfaktor

Um den Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden Rechnung zu tragen, bietet ebase seinen Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit an, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien, wie beispielsweise „Frei von Atomenergie“ oder „Frei von Gentechnik“ zu berücksichtigen. Hierfür steht bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung. „Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, diejenigen Fonds zu identifizieren, die ihren persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen“, so Geyer.
 
Im Jahr 2018 waren der Auswertung zufolge insbesondere solche Fonds gefragt, die den Kriterien „verstärkt in erneuerbare Energien“ (Fundflow-Faktor 1,50) und „verstärkt umweltorientiert“ (Fundflow-Faktor 1,46) gerecht wurden. Regional betrachtet haben die ebase Kunden vor allem in nachhaltig investierende Fonds angelegt, die ihre Anlageschwerpunkte in den Emerging Markets (Fundflow-Faktor 1,88) sowie weltweit (Fundflow-Faktor 1,59) haben.

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