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Autowerte unter Druck, BaFin untersagt Wirecard-Shorts und in Asien boomt die Börse

FR-Weekly: Ein Bericht des US-Handelsministers setzt Autoaktien unter Druck, dafür erholen sich Öl und Gold. Die News von den Märkten am Montag von der FundResearch-Redaktion.

 

Autowerte unter Druck

Dass deutsche Automobilexporte in die USA künftig womöglich ein Sicherheitsrisiko darstellen, bekommt den Aktien der Hersteller gar nicht: Die Titel von Daimler, Volkswagen und BMW verlieren im frühen Handel in Frankfurt 0,3 bis 1,4 Prozent. Vergangene Woche hatte Handelsminister Wilbur Ross seine Einschätzung an US-Präsident Trump übergeben, der nun 90 Tage Zeit hat, über Strafzölle auf Automobile und Fahrzeugteile zu entscheiden. Deutschland steht mit Exporten im Wert von knapp 20 Milliarden US$ in die USA auf Platz vier hinter Mexiko (47 Mrd. US$), Kanada (43 Mrd. US$) und Japan (30 Mrd. US$).

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Bafin verbietet Wirecard-Shorts

Die Finanzaufsicht hat am Montag Leerverkäufe von Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard untersagt. Die Entwicklung sei eine „ernstzunehmende Bedrohung für das Marktvertrauen“. Das Verbot gilt bis zum 18. April. Die Wirecard-Aktie hatte in den vergangenen Tagen nach Berichten über mögliche Bilanzmanipulationen rund 40 Prozent der Marktkapitalisierung verloren. “In der derzeitigen Situation besteht das Risiko, dass die Verunsicherung des Marktes zunimmt und sich zu einer generellen Marktverunsicherung ausweitet”, erklärt die Aufsichtsbehörde am Montag. Die Wirecard steigt vorbörsliche bei Lang & Schwarz um 5,4 Prozent und ist damit vorerst größter Gewinner im Dax.

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In Asien boomt die Börse

Aktien in Asien haben den höchsten Stand seit vergangenen Oktober erreicht. Anleger sind optimistisch, weil die Handelsgespräche offenbar positiv verlaufen und sich die Wirtschaft in China nach letzten Zahlen doch weniger stark abkühlt als befürchtet.

Der japanische Nikkei schließt 1,8% im Plus, der Hang Seng-Index legt 1,7% zu und dern Shanghai Shenzhen gewinnt sogar fast drei Prozent.

Dem Vernehmen nach konnten sich die USA und China bei den Gesprächen in Peking in den entscheidenden Fragen annähern. Nun sollen die Verhandlungen in dieser Woche in Washington fortgesetzt werden.

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Notenbanker im Rampenlicht

In dieser Woche müssen die Notenbanker viel erklären: Ob, und wenn ja wann und warum sie die Zinsen weiter erhöhen. Mario Draghi wird am Freitag in Bologna sprechen, die US-Notenbank, die Bank of Canada  und die RBA von Australien werden sich ebenfalls zur Wirtschaft äußern. Bereits am Freitag erklärte EZB-Direktor Benoit Coeure auf einer Veranstaltung in New York, er könne sich eine Neuauflage der Langfristkredite für Geschäftsbanken vorstellen: “Das ist möglich. Wir diskutieren das.” Die wirtschaftliche Abkühlung im Euro-Raum sei stärker und breiter ausgedehnt als erwartet, so Coeure.

EZB-Präsident Draghi wird übrigens im Oktober seinen Hut nehmen, seine Nachfolge ist noch nicht geregelt. Als Kandidaten werden momentan Benoit Coeure und der Notenbankchef Villeroy de Galhau, beide aus Frankreich, gehandelt.

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Bullen kehren an den Ölmarkt zurück

Die OPEC hat die Fördermenge um 800.000 Faß pro Tag verringert, der Ausstoß liegt nun bei 30,8 Millionen Barrel. Auch die Situation in Venezuela, wo der Regimewechsel noch nicht vollzogen ist, sorgt für steigende Preise. Brent hat die 66-US$-Marke überschritten und liegt nun rund ein Drittel über dem Preis vom Jahresanfang, WTI kostet ebenfall 32 Prozent mehr als Anfang Januar und wird nun zu 56,5 US$ das Faß gehandelt.

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Die heimliche Rückkehr des Goldes

Der Preis für die Feinunze Gold hat sich seit Mitte vergangenen Jahres deutlich erholt: In der Zwischenzeit kletterte der Goldpreis von 1.190 US$ im August auf mittlerweile 1.326 US$ – ein Plus von mehr als elf Prozent. Das liegt zum Teil auch am steigenden Dollarkurs: Aktuell kostet der Greenback 88 Cent oder umgekehrt: Ein Euro wird mit 1,13 US$ gehandelt und damit deutlich weniger als 2018, als die Gemeinschaftswährung noch knapp 1,25 US$ kostete.

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US-Börsen heute geschlossen

In den USA findet im Übrigen heut kein Börsenhandel statt; der Presidents Day ist ein Feiertag, der Handel ruht bis morgen.

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