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Black October für Investmentfonds

Der Ausverkauf bei europäischen Investmentfonds hat sich in einem schwachen Marktumfeld bei negativem Sentiment im Oktober weiter fortgesetzt.

Wer redet noch vom Black Monday? Die Fondsbranche blickt eher auf einen schwarzen Oktober zurück: Laut der Statistik von Reuters Lipper Alpha war es der sechste Monat in Folge, in dem Investoren Mittel aus Investmentfonds abzogen – nachdem in den 16 Monaten zuvor ausschließlich Mittelzuflüsse verzeichnet worden sind. 

Einzig die offenen Immobilienfonds (+300 Mio. €) und die Rohstoff-Fonds (+200 Mio. €) konnten sich dem Trend entziehen, während alle anderen Assetklassen zum Teil heftige Abflüsse hinnehmen mussten: Aus Rentenfonds wurden mehr als 40 Milliarden Euro abgezogen, aus Aktienfonds waren es 31 Milliarden und aus Mischfonds mehr als neun Milliarden Euro. In Summe musste die Branche im Oktober Mittelabflüsse von 92,8 Milliarden Euro hinnehmen.

Als sicherer Hafen werden in unsicheren Börsen-Zeiten wieder die Geldmarktfonds genutzt: Hierhin flossen 44,2 Milliarden Euro, also rund die Hälfte der Mittel, die aus den anderen Produkten abgezogen wurden. Dabei waren vor allem auf Euro lautende Produkte gefragt; diese konnten im Oktober fast 24 Milliarden Euro einsammeln. Geldmarktfonds auf Dollar-Papiere nahmen 11 Milliarden Euro ein und in Pfund investierende Fonds verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 6,4 Milliarden Euro.

Aktienfonds waren die Verlierer

Am schlechtesten erging es im Oktober den US-Aktienfonds, berichtet Reuters Lipper Alpha: Investoren zogen 7,9 Milliarden Euro aus Fonds auf amerikanische Aktien ab. Auch den Dollar-Rentenfonds ging es mit Abflüssen in Höhe von 6,1 Milliarden Euro nicht besser.  Aktienfonds mit Schwerpunkt globale Aktien mussten Anteile im Wert von 5,4 Milliarden Euro zurücknehmen, global investierende Rentenfonds 4,7 Milliarden Euro.

Unter den Fondsanbietern in Europa konnte JP Morgan im Oktober noch am besten performen. Der Asset Manager setzte Fondsanteile im Wert von 7,8 Milliarden Euro ab. Auf den Plätzen folgen Legal & General  (+6,6 Mrd. €) und die Deutsche Bank (+2,7 Mrd. €). Bei allen dreien waren es vornehmlich Geldmarktfonds, die für Umsatz sorgten.

Im Oktober konnten die zehn meistverkauften Fonds zusammen rund 8,7 Milliarden Euro einnehmen. Obwohl die Assetklasse der Anleihen unterm Strich den Monat mit Mittelabflüssen beendete, sind gleich sechs Rentenfonds unter den Bestsellern des Monats.

Mittelzuflüsse in europäische Investmentfonds
Mittelzuflüsse in europäische Investmentfonds

Quelle: Reuters Lipper Alpha

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