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Capital Group: 2017 - Das Wichtigste in fünf Bildern

Das Investmentjahr 2017 neigt sich dem Ende zu, genau der richtige Augenblick, um die diesjährigen Entwicklungen an den Finanzmärkten anhand fünf zentraler Faktoren und der entsprechenden Charts Revue passieren zu lassen.

Weltwirtschaft und Märkte mit mehr Dynamik

Insgesamt haben sich die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte dynamisch entwickelt. Das belegt auch der World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF). Darin heißt es, dass sich fast alle wichtigen Volkswirtschaften im Aufschwung befinden. Der IWF hob auch seine Wachstumsprognosen an – auf 3,6 Prozent im laufenden Jahr und sogar 3,7 Prozent im kommenden Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 war die Weltwirtschaft um lediglich 3,2 Prozent gewachsen. Der Trend ist hier also eindeutig positiv.

US-Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung fast auf 20-Jahres-Hoch

Ein wahres Rekordjahr gab es insbesondere bei US-amerikanischen Aktien. Der Dow Jones Industrial Average stieg bis Mitte Oktober des zu Ende gehenden Jahres 47-mal auf neue Rekordhöchststände, der S&P 500 Composite verzeichnete im neunten Jahr der Hausse 43 neue Rekordhochs. Auf Gesamtertragsbasis ist er von Januar bis September jeden Monat gestiegen. Das gab es bislang nur einmal, nämlich 1995. Und auch der Nasdaq Composite stieg 2017 mehrmals auf neue Rekorde. US-Aktien sind deshalb heute recht teuer. Natürlich lassen sich die hohen Bewertungen mit einer Reihe von Faktoren begründen, auch mit der guten Konjunktur. Das Wachstum ist zwar nicht extrem, aber die US-Wirtschaft macht Fortschritte. Die Arbeitsmarkt- und Industriedaten waren in diesem Jahr recht gut, und auch das Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen waren hoch. Die Marktkapitalisierung bestätigt ebenfalls, dass US-Aktien nicht weit von ihrem Allzeithoch entfernt sind.

Europa im Aufwind

Europa könnte 2017 einen Wendepunkt erreicht haben, wirtschaftlich wie politisch. Der Wahlsieg Emmanuel Macrons scheint zu belegen, dass Politiker der Mitte Populisten in ihre Schranken verweisen können. Der MSCI Europe Index hat den S&P 500 Index 2017 hinter sich gelassen. Doch obwohl sich Europa nach einem schwierigen Jahrzehnt zu erholen scheint, gibt es noch immer Risiken. Dazu zählen die hohe Arbeitslosigkeit in manchen Ländern und die anhaltende Unsicherheit aufgrund der britischen Entscheidung gegen die EU. Diese Themen haben den Aktienkursen einiger Unternehmen geschadet, sodass manche europäische Unternehmen jetzt recht attraktiv bewertet scheinen. Auch wenn der große Bewertungsabstand zwischen amerikanischen und europäischen Unternehmen in den letzten Wochen geschrumpft ist, gibt es noch immer Anlagechancen.

Emerging Markets mit voller Kraft

Aktien und Anleihen aus Schwellenländern sind 2017 stark gestiegen – der MSCI Emerging Markets Investable Markets Index legte bis zum Ende des 3. Quartals 27,1 Prozent zu. Die Anleihemärkte, gemessen am JPMorgan Emerging Markets Bond Index Global Diversified, verzeichneten in dieser Zeit ein Plus von neun Prozent. Der Index bildet ein umfassendes Universum aus in US-Dollar denominierten Schwellenländeranleihen ab. Der Aufstieg der Emerging Markets ist ein langfristig relevantes Thema. Angesichts des stärkeren Weltwirtschaftswachstums und möglicherweise höherer Exporte kann die Rallye noch einige Zeit weitergehen. Die Entstehung einer Mittelschicht mit Millionen von neuen Verbrauchern mit frei verfügbaren Einkommen, und der bemerkenswerte demografische und wirtschaftliche Wandel nimmt weiter an Fahrt auf.

Bis Ende dieses Jahrzehnts dürften allein in Brasilien, Russland und China etwa 440 Millionen Menschen ein Einkommen erreicht haben, das sie Teil der Mittelschicht oder sogar Oberschicht werden lässt, schätzt Euromonitor International. Der Wohlstand der Schwellenländer dürfte noch viele Jahrzehnte lang steigen und für höhere Investmenterträge sorgen.

Zinserhöhungszyklus der Fed wirkt sich nicht negativ aus

Im Jahr 2017 stiegen die US-Zinsen, aber die Argumente für Anleihen bleiben gut. Zuletzt hat die Fed den Leitzins auf eine Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent erhöht. Wie die Notenbank mitteilte, will sie auch ihre auf 4,5 Billionen US-Dollar angeschwollene Bilanzsumme allmählich verringern. Nach der Finanzkrise und der Rezession von 2007 bis 2009 hatte die Notenbank große Mengen an Staatsanleihen und Mortgage-Backed Securities gekauft. All dies hatte Anleiheinvestoren nervös gemacht. Doch die Fed hat ihre Aktionen rechtzeitig angekündigt, und vielleicht macht genau das den Unterschied. Die Geschichte lehrt uns, dass Zinserhöhungen, die den Markt nicht überraschen, nur geringe Auswirkungen auf die Langfristrenditen haben. Die Kursentwicklung ist nämlich nur ein Teil der Anleihenerträge. Die andere Komponente sind Coupons. Wenn die Zinsen steigen, können auch die Couponrenditen zulegen. Kursverluste können also durch höhere Zinserträge ausgeglichen werden. Hinzu kommt, dass Investoren von den höheren Zinsen profitieren können, wenn niedrig verzinsliche Anleihen fällig werden. Sie können die Rückflüsse dann in Titel mit einer höheren Rendite investieren.

Das vollständige Dokument  „Investmentperspektiven – 2017: Das Wichtigste in fünf Bildern“ und die entsprechenden Grafiken finden Sie hier.

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