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Das sind die Gewinner-Assetklassen der nächsten fünf Jahre

Immer mehr Signale sprechen dafür, dass eine Rezession bevorsteht. Das ist allerdings nicht so schlimm, wie es klingt: Denn mit einigen Anlageklassen lassen sich in den nächsten fünf Jahren immer noch ansehnliche Renditen erzielen.

Kommt die Rezession – oder kommt sie nicht? Diese Frage treibt Anleger schon länger um. Der Asset Manager Robeco liefert in seinem Fünf-Jahres-Ausblick für die Jahre 2020 bis 2024 jetzt eine deutliche Antwort: Ja, sie kommt. Die Robeco-Experten halten eine Rezession innerhalb der nächsten fünf Jahre für unvermeidlich. Sie werde nicht die Tragweite der globalen Finanzkrise haben, aber dazu führen, dass viele Anlagen Erträge unterhalb ihres historischen Durchschnitts abwerfen. Jedoch wären nicht alle Anlageklassen gleichermaßen von einem Abschwung betroffen.

Besonders Rohstoffe und Aktien aus entwickelten Ländern sowie aus Schwellenländern dürften von 2020 bis 2024 zu den Gewinnern gehören, lautet die Robeco-Prognose: Für Rohstoffe erwarten die Experten in diesem Zeitraum eine jährliche Rendite von vier Prozent. Schwellenländeraktien dürften ein Plus von 3,75 Prozent erwarten, Aktien aus entwickelten Ländern folgen knapp dahinter und legen voraussichtlich um 3,25 Prozent zu.

Die Fünf-Jahres-Aussichten für Staatsanleihen sind dagegen uneinheitlich. Die Rendite von Staatsanleihen aus Schwellenländern in Lokalwährung dürfte sich von 2020 bis 2024 um 2,75 Prozent steigern, während die Renditen von Staatsanleihen aus entwickelten Ländern sinken. Ausnahme: US-Staatsanleihen. Diese dürften von einer einsetzenden Rezession am stärksten profitieren, erwarten die Robeco-Strategen. Insbesondere deutsche Bundesanleihen werden dagegen verlieren: -1,75 Prozent. „Deutsche Bundesanleihen sind deutlich überbewertet und ihre Renditen dürften bei einem Anstieg der Inflation deutlich unterhalb der Geldmarktverzinsung verharren“, sagt Jaap Hoek, Portfoliostratege bei Robeco.

Anleger sollten nicht zu verschreckt auf das hohe Rezessionsrisiko regieren, sagt Hoek: „Das größere Risiko besteht darin, sich zu früh aus riskanten Anlagen zurückzuziehen. Wir erwarten, dass es in den wichtigsten Anlageklassen nach wie vor Chancen zur Erzielung von Risikoprämien gibt.“

Auch der französische Vermögensverwalter La Financiere De L’Echiquier (LFDE) sieht deutliche Anzeichen für eine baldige Rezession. So ist etwa der US-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe jüngst auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahrzehnt gesunken. Der Frühindikator misst die Aktivität von Industrieunternehmen – diese ist mit Blick auf den Indexstand rückläufig. Dazu kommt LFDE zufolge noch die Inversion der Zinskurve.

Die LFDE-Experten sehen jedoch nicht ganz so schwarz wie Robeco. Sie erkennen auch Signale, die gegen eine Rezession sprechen – allen voran die entgegenkommende Geldpolitik der Zentralbanken, die die Märkte beruhigt und die Wirtschaft stützt. Zudem fällt das PMI-Pendant für den Dienstleistungssektor im Vergleich zum Industrie-Barometer positiv aus. Nicht zuletzt dürfte auch Donald Trump den Märkten künftig Auftrieb verleihen, erwarten die Strategen: Der US-Präsident werde in den kommenden Monaten bestrebt sein, ein günstiges Klima für seine Wiederwahl zu schaffen.

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