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Dax eröffnet freundlich, Euro verteuert sich und China zieht an

FR-Weekly Briefing: Nach den Kursgewinnen in Asien legen auch die deutschen Aktien deutlich zu. Am Rentenmarkt liegt das Augenmerk heute auf Italien.

 

DAX eröffnet freundlich

Der Aktienindex DAX beginnt die Woche mit deutlichen Kursgewinnen. Nach den freundlichen Vorgaben aus Asien beginnen auch die deutschen Aktien den Handel im Plus: Lufthansa, Infineon, Conti, Daimler und VW gewinnen mehr als zwei Prozent; am Morgen sind lediglich Linde, Merck und die Deutsche Börse AG im Minus.

Mit deutlichem Abschlag wird die Aktie des niederländischen Philips-Konzerns gehandelt. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um vier Prozent auf 4,3 Milliarden Euro – und damit weniger als von Analysten geschätzt. Die Aktie verliert am Morgen mehr als sechs Prozent

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Chinas Aktien ziehen deutlich an

Der Shanghai Composite Index gewann am Montag mehr als vier Prozent, nachdem chinesische Politiker Steuersenkungen angekündigt hatten, um die sich abzeichnenden Folgen des Handelskriegs abzumildern. Seit Ende Januar hat der chinesische Leitindex fast ein Viertel seines Werts verloren und ein Vier-Jahres-Tief erreicht.

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Euro verteuert sich

Die guten Nachrichten von Asiens Börsen lassen den Dollar gegenüber dem Euro sinken. Der Greenback notiert am Morgen bei 1,1508 Euro. Das sind zwar zwei Cent mehr als im August; trotzdem ist der Kurs der US-Währung im Jahresverlauf um fast sieben Prozent gestiegen, was Exporte der USA um denselben Betrag verteuert und damit die dortige Handelspolitik konterkariert.

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Ölpreis auf dem Rückzug

Nach den deutlichen Steigerungen im bisherigen Jahresverlauf zeichnet sich im Oktober eine Entspannung beim Ölpreis ab. Notierte das schwarze Gold zum Jahresbeginn noch bei 66 US$ für ein Fass der Sorte Brent, so waren es Anfang Oktober mehr als 86 US$. Am Montag werden nun noch knapp 80 US$ für das Barrel aufgerufen. Auch die US-Sorte Western Texas Intermediate ist gegenüber dem diesjährigen Höchststand um sechs auf rund 70 US$ je Fass gesunken.

Im Schatten der Krise zwischen den USA und dem Iran, im Zuge derer der Gottesstaat ab dem 4. November kein Öl mehr exportieren soll, hat sich der Irak zum viertgrößten Erdölproduzenten der Welt aufgeschwungen: Dort werden mittlerweile 4,78 Millionen Barrel pro Tag produziert; in fünf Jahren sollen es sogar 7,5 Millionen Barrel am Tag sein. Zum Vergleich: Saudi Arabien, der größte Produzent, stößt am Tag rund 10 Millionen Barrel aus.

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Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich wegen des ungeklärten Tods des Journalisten Dschamal Chaschoggi für einen vorläufigen Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien aus. “Was Rüstungsexporte anbelangt, kann das nicht stattfinden, in dem Zustand, in dem wir im Augenblick sind”, erklärte Merkel am Sonntag. Im bisherigen Jahresverlauf hatte die Bundesregierung Exportgenehmigungen im Wert von 416,4 Millionen Euro an deutsche Firmen erteilt, die Waffen an Saudi Arabien liefern. Nach Angaben des schwedischen Sipri-Insitituts hat Saudi Arabien im vergangenen Jahr Waffen im Wert von mehr als 69 Milliarden US$ gekauft. Zu den größten deutschen Waffenschmieden gehören u.a. Rheinmetall, ThyssenKrupp, Diehl, die Lürssen-Werft und MTU. Allerdings ist der Anteil der deutschen Waren an den saudischen Einkäufen mit 1,7 Prozent vergleichbar gering.

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Italien im Blick

Das Augenmerk der Anleger liegt heute sicher auf Italien: Bereits am Freitag hat die Ratingagentur Moody’s die Bonität Italiens von Baa2 auf Baa3 gesenkt. Damit notieren die italienischen Staatsanleihen gerade noch auf Investment-Niveau. Es scheint, die Italiener sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen:  Viele Anleger hatten mit einer deutlicheren Herabstufung gerechnet, erklärt Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners gegenüber Reuters.

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