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DAX vor Stabilisierungsversuch

Die Kurserholung an der Wall Street am Vorabend dürfte am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt zumindest weitere Kurseinbußen zunächst verhindern.

Der Dow Jones Industrial hatte im späten Handel zugelegt und war wieder über die runde Marke 26 000 Punkte gestiegen. Den Dax taxierte der Broker IG zur Wochenmitte rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,1 Prozent im Plus bei 11 580 Punkten. Die jüngste Eskalationsspirale im Handelskrieg zwischen den USA und China hatte den Dax in den vergangenen Tagen deutlich nach unten gezogen. "Die Märkte sind zurecht verunsichert", kommentierte der Vermögensverwalter DWS. Denn mit den von den USA angekündigten weiteren Strafzöllen auf Importe aus China steige das Risiko, dass Peking das Interesse an einer raschen Lösung des Konfliktes verliert. Stattdessen könnte China einen Machtwechsel in den USA abwarten und notfalls die USA sogar gezielt provozieren, um eine Wiederwahl Trumps zu verhindern.

Von ihrem bislang schlimmsten Tag des Jahres zum Wochenbeginn haben sich die New Yorker Börsen am Dienstag gut erholt. Der Dow Jones Industrial ging mit plus 1,21 Prozent und 26 029,52 Punkten knapp unter seinem Tageshoch aus dem Handel. In den vergangenen vier Sitzungen hatte der Leitindex wegen der Zuspitzung im Handelsstreit fast fünfeinhalb Prozent eingebüßt. Nach den hohen Kursverlusten seit dem Monatswechsel sei der Markt überverkauft und reif für eine Gegenbewegung gewesen, analysierten die Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index Radar.

Die Börsen Asiens haben sich am Mittwoch nach den zuletzt deutlichen Kursverlusten teilweise stabilisiert. An Chinas Festlandbörsen hielt sich der CSI 300 mit 0,02 Prozent knapp in der Gewinnzone. Der Hang Seng in Hongkong fiel um 0,37 Prozent und in Tokio ging es für den japanischen Leitindex Nikkei 225 um 0,39 Prozent abwärts. Angesichts des eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China, der den Aktienmärkten zuletzt zugesetzt hatte, bleiben die Investoren vorsichtig. Sie fürchten die Unsicherheit, wie es nun weitergeht und noch größere Belastungen für die Weltwirtschaft.

Quelle: dpa-AFX

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