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Der DAX legt zu, das Öl steigt, Gold gibt nach und die Briten spinnen

FR Weekly: Die Märkte der Welt eröffnen die Woche im Plus, auch der Ölpreis steigt weiter und verteidigt die 60-Dollar-Marke. Die wichtigsten Nachrichten von den Märkten von der FundResearch-Redaktion.

DAX beginnt die Woche im Plus

Der DAX sprang gleich nach Handelsöffnung über 11.600 Punkte und hat mittlerweile sogar 1,5 % zugelegt. Seit Jahresbeginn gewann der Index damit gut neun Prozent. Nachdem Infineon in der letzten Woche unter die Räder kam, weil man in Neubiberg die Prognosen fürs Chinageschäft kappen musste, geht es am Montag mit den guten Nachrichten aus Peking auch mit der Aktie steil bergauf: Der Chiphersteller gewinnt 4,7 %. Thyssen Krupp gewinnt 4,2 %, nachdem die Werfttochter am Wochenende eine Auftrag aus Brasilien zum Bau von vier Kriegsschiffen an Land ziehen konnte. Die Bayer-Tochter Covestro legt 3,6 % zu. Abwärts geht es mit den Fluglinien: Nach der Gewinnwarnung der britischen Easyjet wird Lufthansa in Sippenhaft genommen und verliert 1,6 %.

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Deutsche Industrie in schlechter Verfassung

Der deutsche Einkaufsmanagerindexfiel im März um 3,5 auf 44,1 Punkte, teilt IHS Markit mit – der niedrigste Wert seit 2012. Erst Werte über 50 signalisieren Wachstum. Sowohl Auftragseingänge als auch Exportorder verzeichneten laut Markit-Experte Phil Smith Rückgänge, wie  sie seit der Finanzkrise nicht mehr gesehen wurden. Schuld sei die geringere Nachfrage durch Brexit, Handelskonflikte, die strauchelnde Automobilbranche sowie die nachlassende Weltkonjunktur verwiesen. Auch in Frankreich und Italien liegt der Index unter der 50-Punkte-Marke, in Spanien, den Niederlanden, Irland und Griechenland signalisiert das Barometer jedoch Wachstum.

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Chinas Produktion zieht wieder an

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe ist in der vergangenen Woche auf ein 15-Monatstief gefallen, aktuell zahlt der Bond 2,45 % Rendite. Die deutschen Bunds rentieren mit -0,03 %, Großbritannien zahlt 1,01 % und Frankreich 0,37 % auf die zehnjährige. Die Bondrenditen steigen, weil China wieder stärkere Produktionsdaten gemeldtet hat: Der Einkaufsmanager-Index stieg im März um 1,3 auf 50,5 Punkte, was den Sorgen um ein Abflachen der chinesischen Konjunktur vorerst wieder den Druck aus den Segeln nimmt. Noch ist allerdings der Handels-Deal mit den USA nicht unter Dach und Fach, auch die chinesische Binnenachfrage hat sich noch nicht wieder erholt.

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Ölpreis steigt weiter

Die Sorte WTI hat wohl nachhaltig die 60-US$-Marke überschritten – sehr zum Missfallen des US-Präsidenten, der über Twitter die OPEC dazu aufrief, die Schleusen zu öffnen und mehr Rohöl auf den Markt zu werfen. Das Kartell wird jedoch nicht mehr vor dem Juni zusammenkommen. Am Morgen kostet WTI 60,56 US$ und die europäische Sorte Brent 68,30 US$ pro Barrel.

Ölpreis
Ölpreis

Quelle: Oilprice.com

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Goldralleye schon wieder vorbei

Sah es Anfang März aufgrund der wachsenden Sorgen um die weltweite Konjunktur nach einer Erholung der Goldpreise aus, so haben sich die Hoffnungen in der vergangenen Woche jäh wieder in Luft aufgelöst. Am Donnerstag fiel das Gold wieder unter 1.300 US$ pro Unze und es sieht so aus, als werde es dort vorerst bleiben. Denn mittlerweile gehen die Märkte davon aus, dass die Konjuktur zwar schlechter, aber auch nicht soo schlecht laufen wird. und gute Nachrichten aus Politik und Wirtschaft sind bekanntermaßen schlecht fürs Gold.

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Quo vadis, Britanniarum regnum?

Was genau die Briten wollen und was sie aktuell so treiben in ihrem Parlament in Whitehall, das haben die meisten Kontinentaleuropäer eigentlich nicht wirklich verstanden. Die Briten wohl auch nicht. Einer, der es dennoch recht eindeutig erklären kann – wenn auch in drastischen Worten – ist der Comedian Tom Walker alias Jonathan Pie. Auf Youtube rechnet der fiktive Reporter mit Theresa May und dem Parlament ab. Warning: graphic language. Oder, wie Obelix schon sagte: "Die spinnen, die Briten."

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