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Der Preiskampf geht weiter

Seit 2013 sind die Gebühren der Publikumsfonds im Schnitt um rund 25 Prozent gefallen. Passive Fonds verlangen 28 Prozent weniger, aktive rund 18 Prozent.

In einem aktuellen Bericht wurden die Gebühren der Fonds seit Einführung der “Retail Distribution Review” untersucht. Unter die Lupe genommen wurden aktive und passive Aktien- und Rentenfonds, die in Großbritannien bzw. Irland oder Luxemburg beheimatet sind.  Dabei stellte sich heraus, dass die aggressivsten Preissenkungen bei den Aktienfonds zu verzeichnen sind, während sie im Rentensegment moderater ausfallen. Seit 2013 haben sich die Gebühren von aktiv gemanagten Rentenfonds um 10 Prozent reduziert, bei passiven Produkten um nur vier Prozent. Der große Unterschied zwischen Aktien- und Rentenfonds lässt sich größtenteils aus der langsameren Verbreitung passiver Produkte im Rentensegment erklären.

Die größten Gebührenreduktionen sind bei passiven Aktienfonds mit Schwerpunkt USA zu verzeichnen. Hier gingen die Fees der Fondsgesellschaften um fast 50 Prozent zurück. Bei Emerging-Market-Aktienfonds beträgt der Rückgang 37 Prozent, bei globalen Large-Caps sind es 36 Prozent.

Demgegenüber reduzierten sich die Gebühren bei aktiv gemanagten Aktienfonds in wesentlich geringerem Umfang und liegen laut Morningstar im einstelligen Prozentbereich.

Lag der Anteil der passiven Fonds an den Aktien-Assets im Jahr 2013 noch bei rund 25 Prozent, so sind es heute fast 40 Prozent. Noch deutlicher ist der Anteilszuwachs bei den Rentenfonds: Hier lag das Verhältnis vor fünf Jahren noch bei 80:20 zugunsten der aktiven Fonds; heute sind es 50:50.

„Passive Produkte haben den Wettbewerb unter den Aktienfonds deutlich verstärkt”, erklärt Jose Garcia-Zarate, Associate Director bei Morningstar. Es sei viel passiert, doch der Markt werde sich noch deutlich weiter entwickeln, vor allem im Fixed-Income-Bereich.

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