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Die Zahl der Vermittler von Immobiliendarlehen und Geschlossenen Fonds steigt

Die aktuelle DIHK-Statistik überrascht mit einigen Zahlen: Die Anzahl der Immobiliendarlehens-Vermittler steigt kräftig. Und erstmals seit drei Jahren gibt es wieder mehr Vermittler von Geschlossenen Fonds.

Die quartalsweise erscheinende Statistik der DIHK zur Zahl der Vermittler für verschiedene Finanzprodukte hält selten große Überraschungen bereit. So stagniert beispielsweise die Zahl der Honorarberater in Deutschland seit Jahren knapp unterhalb der Grenze von 200 Anbietern.

Honorarberatung bleibt damit ein Nischenprodukt – gemessen an den aktuell insgesamt 38.161 registrierten Finanzanlagenvermittlern, von denen 37.685 eine Lizenz nach §34f vorweisen können. Auch bei der Entwicklung der Zahl der Finanzanlagenvermittler war in den vergangenen Jahren zwei stabile Trends zu beobachten: Die Anzahl der Vermittler stieg insgesamt, während das Segment für Geschlossene Investmentvermögen schrumpfte. Doch hier gibt es in der aktuellen DIHK-Statistik eine faustdicke Überraschung: Zum ersten Mal seit Jahren ist die Zahl der Berater, die auch eine Lizenz zur Vermittlung von Geschlossenen Investmentvermögen beantragt und erhalten haben, im Laufe eines Quartals wieder angestiegen.

Ein Plus von zwei Lizenzen innerhalb eines Quartals bei einer Gesamtzahl von insgesamt 8.942 Beratern ist zwar kein Quantensprung. Wenn man jedoch bedenkt, dass das Segment in den vergangenen Jahren jährlich um rund zwei Prozent jährlich ohne Unterbrechung geschrumpft ist, ist das kleine Quartalsplus bemerkenswert. In den kommenden drei Quartalen wird sich zeigen, ob hier tatsächlich ein Turnaround stattfindet oder ob es sich nur um einen außerordentlichen Ausreißer innerhalb eines fortwährenden Abwärtstrends handelt. Denn innerhalb der Jahresbetrachtung zeigt die Tendenz weiter nach unten: Im Vergleich zum Oktober 2018 ist die Zahl der Vermittler für Geschlossene Fonds um 2,4 Prozent gesunken.

Boom im Immobilienbereich

Dass der Verkauf von Geschlossenen Fonds wieder beliebter wird, hat sicher auch mit dem aktuellen Immobilienboom zu tun: Die Mehrzahl der Fonds in diesem Bereich zielt auf den Bereich Real Estate. Klar ist aber auch: Die meisten Privatanleger zieht es nicht zu den Immobilienfonds. Sie kaufen lieber ein Haus oder investieren in Mietwohnungen als Renditeobjekte. Davon profitiert nicht nur die Kreditbranche, sondern auch spezialisierte Finanzberater, die ihren Kunden Hypothekendarlehen vermitteln.

Die Branche boomt: Wie die Statistik des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeigt, haben allein zwischen Juli und Oktober zwölf neue Berater eine 34i-Erlaubnis erhalten. Das ist ein Zuwachs von 1,82 Prozent innerhalb eines Quartals und eine Bestätigung des aktuellen Trends. Zum Vergleich: Vor drei Jahren gab es nur etwas mehr als halb so viele Immobiliendarlehensvermittler wie heute.

Immer weniger Versicherungsvermittler

An der Assekurenz-Front gibt es hingegen nichts Neues zu berichten: Die Vermittlung von Versicherungspolicen tun sich immer weniger Berater an. Die Zahl der Vermittler sinkt seit Jahren, so auch zuletzt. Aktuell gibt es 199.232 Versicherungsvermittler. Das sind rund 31.000 Vermittler weniger als noch vor drei Jahren.

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