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„Ehrlichkeit, Seriosität und Transparenz“

Welche Bedürfnisse haben die Superreichen tatsächlich, wenn es um Vermögensverwaltung und Family Office geht? Dem geht eine aktuelle Befragung auf den Grund.

Die befragten Familien verfügen allesamt über ein Family Office, das für sie verwaltende Funktionen wahrnimmt. Dabei ist der Grad der Ausgereiftheit der Family Offices jedoch sehr unterschiedlich. Ebenso variiert auch das Verhältnis, das die Superreichen mit ihrem Family Office pflegen, erheblich, schreiben die Vermögensverwaltungsgesellschaft Sanlam und das Netzwerk Global Partnership Family Offices GPFO in einem aktuellen Bericht. Während einige Familien im Laufe der Zeit ein sehr persönliches Verhältnis zu ihren Finanzberatern aufgebaut haben, verlassen sich andere bei Entscheidungen weniger auf sie sondern übertragen ihnen eher simple Aufgaben wie das Ausführen von Börsenorders.

Die Bedürfnisse der reichen Familie seien völlig unterschiedlich, schreiben Michael J. Oliver, Co-Founder von GPFO, und Penny Lovell, CEO von Sanlam in dem Bericht: Einige superreiche Familien seien mehr oder weniger immun gegenüber dem Rat von Finanzdienstleistern, ja glauben, die Berater geben jedem Kunden denselben Ratschlag. Stattdessen sollten Finanzdienstleister verstehen, in welcher spezifischen Situation sich eine Familie jeweils befindet und entsprechend maßgeschneiderte Beratung anbieten, so Oliver und Lovell. Andererseits müssten die Familien auch ein Verständnis dafür entwickeln welche Entscheidungen ihre Berater für sie treffen – und warum sie das tun.

“Bei einem Berater schätze ich Ehrlichkeit, Seriosität und
Transparenz; ein gewisses Maß an Vertrauen ist sehr hilfreich”,

erklärte einer der in der Studie befragten Superreichen. Auch das Ergänzen der eigenen Kompetenzen werde sehr positiv bewertet. Ein Family Office gab an, man schätze die Geduld der Berater, wenn es um Steuern gehe da man sich auf diesem Gebiet etwas schwer tue.

Auch wenn es viele Familien begrüßen, wenn ihnen interessante Gelegenheiten angeboten werden, wollen sie andererseits auf keinen Fall Berater, die zu allem Ja und Amen sagen; schließlich sind es die Familien, die unter einer schlecht getroffenen Entscheidung leiden – und nicht die Berater. Familien erwarteten angemessene und ehrliche Beratung.

Im Rahmen der Befragung wollten Sanlam und GPFO auch wissen, wie sich reiche Familien über die Trends auf den Finanzmärkten auf dem Laufenden halten. Viele der befragten Familien halten es für unerlässlich, über alle wichtigen Vorgänge auf den Kapitalmärkten selbst informiert zu sein. Dabei gehen sie teilweise jedoch sehr unterschiedliche Wege. Während einige sich schon aus den Medien hinreichend informiert fühlen, verlassen sich andere eher auf ihre Berater. Wenige verfügen auch über Kontakte zu hochrangigen Personen in der Finanzbranche. Andere nehmen an Konferenzen teil oder tauschen sich in eigenen Netzwerken aus. Während die meisten der Meinung waren, dass es wichtig ist, mit der Branche der Vermögensverwalter auf Augenhöhe zu sein, gab es eine Familie, die der Meinung ist, dass sich nur wenige Reiche wirklich für ihr Vermögen interessieren; stattdessen argumentieren sie, dass, wenn man einmal damit zufrieden ist, wie sich das eigene Portfolio entwickelt, es keinen Grund gebe, permanent darauf zu schauen, was in der Wirtschaft und auf den Finanzmärkten passiert.

Ein anderer Interviewter war allerdings der Meinung, dass Kinder sich schon so früh wie möglich mit Geldfragen auseinandersetzen sollten. Es sei äußerst wichtig für die heranwachsende Generation, den Wert des Geldes schon früh zu begreifen und in dem Bewusstsein aufzuwachsen, dass Reichtum etwas ist, das erst verdient werden muss.

Den vollständigen Bericht können Sie hier einsehen.

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