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ETF Securities: Grünes Licht für Industriemetalle

Industriemetall-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüssen seit 2014. Bei Robotik-ETPs setzen sich die Rekordzuflüsse aufgrund der unerwartet guten Berichtssaison fort. Aus Gold- und Rohöl-ETPs wurde Kapital abgezogen, da sich die Preise weiter erholen. Silber-ETPs profitierten von der Attraktivität der industriell genutzten Metalle.

(Foto: Jan-Hendrik Hein, Associate Director - Head of German Speaking Regions)

Industriemetall-ETPs (A0SVX7) verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit Sommer 2014. In der vergangenen Woche lagen sie mit einem wöchentlichen Rekordzufluss von 112,9 Mio. USD, dem höchsten seit August 2014, an der Spitze unserer Tabelle. Vor allem die Engagements in den Rohstoffkorb und in Kupfer wurden erhöht, und zwar um 77,3 Mio. USD beziehungsweise 34,5 Mio. USD. Was die Preisentwicklung anbelangt, so schnitt Nickel mit einem Plus von 4 Prozent am besten ab, gefolgt von Kupfer, das 3,3 Prozent zulegte, da die jeweiligen internationalen Studiengruppen gemeldet hatten, dass das Angebotsdefizit der beiden Metalle höher als im letzten Jahr ausfallen werde. Daneben zeigten die Anleger eine Reaktion auf den Klimawandel. Der jüngste Bericht des Global Carbon Project sagt für dieses Jahr einen Anstieg der Kohlendioxidemissionen um 2 Prozent voraus, was die Einhaltung des globalen Zielwerts von 1,5 °C unwahrscheinlich werden lässt. „Wir halten zusätzliche Investitionen in grüne Projekte, erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge für sehr wahrscheinlich. Dadurch könnte ein langfristiger Trend einsetzen, der Kupfer, Nickel und anderen Basismetallen zugutekommt“, meint Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions von ETF Securities. 

Bei Robotik-ETPs (A12GJD) setzen sich die Zuflüsse aufgrund der unerwartet guten Berichtssaison fort. In der vergangenen Woche kam es hier zu Zuflüssen in Höhe von 49 Mio. USD, sodass das verwaltete Fondsvermögen die Marke von 1 Mrd. USD überschritt. 92 Prozent der Unternehmen des Robotikindex gewährten bis letzte Woche Einblick in ihre Bücher, und 62 Prozent von ihnen übertrafen die Erwartungen. Die Gewinne selbst lagen 12 Prozent über den Prognosen. „Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Robotikindex liegt derzeit mit 29,8 über dem historischen Durchschnitt. Damit ist er aber immer noch günstiger als der MSCI World IT“, sagt Hein.

Gold- (A0LP78) und Rohöl-ETPs (A1N49P) verzeichneten aufgrund von Gewinnmitnahmen Abflüsse, da die Preise entgegen den Markterwartungen weiter steigen. Da die Rohölpreise neue Hochs erreichten, kam es bei Rohöl-ETPs (A0KRJX) zu Rekordabflüssen, und zwar in Höhe von 21 Mio. USD. Aus Gold-ETPs (A0N62G) flossen 31 Mio. USD ab, da sich der Goldpreis trotz des möglichen Abwärtsdrucks im Vorfeld der Fed-Zinsanhebung im Dezember wieder der Marke von 1.300 USD/oz. näherte. Obwohl die US-Rohölförderung nun ihr Hoch von 2015 hinter sich gelassen hat, erholte sich Rohöl der Sorte WTI in der vergangenen Woche um 4,2 Prozent – möglicherweise aufgrund des unerwartet hohen Rückgangs der US-Lagerbestände. Die Sorte Brent stieg um 1,8 Prozent, sodass der Preisunterschied zu WTI auf 4,9 USD/Barrel schrumpfte. Brent blieb zurück, da die saudi-arabischen Exporte im November gegenüber September und den Oktober-Schätzungen trotz der um 560.000 Barrel pro Tag gekürzten Kontingente zunahmen. „Long-WTI-ETPs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 14,5 Mio. USD, während aus Long-Brent-ETPs 5,9 Mio. USD abgezogen wurden“, so Hein.

Silber-ETPs (A0N62F) profitierten von der Attraktivität der Industriemetalle und verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit September. „Rund 8 Prozent des Silberbedarfs entfallen auf die Herstellung photovoltaischer Zellen. Da sich die Welt im Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft befindet, wird dieser Anteil in den nächsten zehn Jahren wohl zunehmen. Silber dürfte deshalb wie einige andere Basismetalle von einer Nachfragesteigerung profitieren. In der letzten Woche flossen trotz geringer Kursbewegungen 8,6 Mio. USD in Silber-ETPs“, schließt Hein. 

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