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ETF Securities: Zuflüsse in Robotik-ETPs

Gold verzeichnete geringfügige Abflüsse. Die jüngst steigenden Rohölpreise führten in 12 der 13 letzten Wochen zu Abflüssen in Höhe von 381 Mio. USD. Bei Robotik-ETPs kam es zu den höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit ihrer Auflegung. Die wöchentliche Markt- und Flowanalyse:

Gold (A0LP78) verzeichnete geringfügige Abflüsse in Höhe von 12,6 Mio. USD, nachdem in den fünf Wochen zuvor insgesamt 312 Mio. USD zugeflossen waren. Diese Zuflüsse entsprechen den Zuflüssen im Februar dieses Jahres. Der Goldmarkt ringt mit dem Problem, dass sich das Wachstum in den Industrieländern dem Vertrauen der Wirtschaft zufolge (Einkaufsmanagerindizes) auf dem Zyklushoch befindet. Das dämpft gewöhnlich die Kauflaune. Andererseits eskalieren die geopolitischen Risiken in Katalonien und Nordkorea. Doch werden die für Dezember drohende Zinsanhebung in den USA und die mögliche geldpolitische Straffung der EZB und in Großbritannien die Goldpreise wohl in den kommenden Monaten unter Druck setzen, vor allem wenn die Unternehmensgewinne erneut über den Erwartungen liegen. „Das heißt allerdings nicht, dass bei Gold ein erhebliches Abwärtsrisiko besteht. Den Anlegern ist neben den hohen Aktienbewertungen vor allem die Blase auf dem Anleihemarkt sehr bewusst, und sie betrachten Gold als Versicherung gegen Korrekturen und geopolitische Krisen. Belegt wird dies auch von den Abflüssen aus Short-Gold-ETFs, die sich seit Jahresanfang auf 2,6 Mio. USD belaufen“, erklärt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions bei ETF Securities.

Die jüngst steigenden Preise von Rohöl (A1N49P) führten in 12 der letzten 13 Wochen zu Abflüssen von insgesamt 381 Mio. USD., wobei in der vergangenen Woche 13 Mio. USD abgezogen wurden. Die Abflüsse legen nahe, dass die Anleger den Preisanstieg für nicht nachhaltig halten. Die Gründe für den Anstieg der Preise in den oberen Bereich der von uns prognostizierten Preisspanne von 60 USD/Barrel waren die fallenden Lagerbestände in den USA, die Sorgen über die kurdischen Rohölanlagen, die von den jüngsten Hurrikanen verursachten Produktionseinschränkungen und die potenzielle Verlängerung der OPEC-Förderbegrenzung. „Unseres Erachtens kam es aber zu dem Hoch, weil sich der Abwärtsdruck auf die Preise, das heißt die fortgesetzte Nichteinhaltung der OPEC-Förderlimits, der deutliche Anstieg der US-Produktion und der Exporte sowie der irakisch-kurdische Konflikt, kaum auswirkten“, so Hein.

Bei Industriemetall-ETPs (A0SVX7) kam es trotz der starken Preisentwicklung zu Zuflüssen in Höhe von 13 Mio. USD. „Industrielle Edelmetalle entwickeln sich saisonal im Oktober und November tendenziell schwach. Deshalb halten sehen wir in den fallenden Preisen eine Chance, in den kommenden Monaten von der anhaltenden Verbesserung der fundamentalen Situation zu  profitieren, so etwa vom Angebotsabbau, dem mehrjährigen Angebotsdefizit und der zunehmenden Nachfrage aus dem Automobilsektor“, sagt Hein.

Wir verzeichnen nach wie vor Interesse an Robotik (A12GJD), wobei die Zuflüsse in der vergangenen Woche mit insgesamt 33 Mio. USD den höchsten wöchentlichen Zufluss seit Auflegung (Oktober 2014) erreichten. „Seit Jahresanfang belaufen sich die Zuflüsse nunmehr auf 467 Mio. USD“, so Hein.

  

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