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Europäische Fonds verlieren 40 Milliarden im November

Die Fondsbranche musste zum Ende des vergangenen Jahres teils herbe Mittelabflüsse verbuchen. Der November stellte sich nun als besonders schlechter Monat für die Fonds heraus.

Es dauerte ein wenig, bis die Zahlen auf dem Tisch liegen. Doch nun, nach sechs Wochen, legt die Europäische Fonds- und Asset Management Vereinigung EFAMA die Zahlen zum November 2018 vor. Und die sind alles andere als berauschend: Unter dem Strich trennten sich Anleger von Fondsanteilen im Wert von mehr als 40 Mrd. €.

Besonders bitter traf es die Geldmarktfonds. Denn während im Oktober, als der Ausverkauf an den Kapitalmärkten sich gerade erst andeutete, noch 33 Mrd. € in diese Vehikel investiert wurden, flossen im November mehr als 13 Mrd. € ab.

Größter Verlierer waren jedoch die Rentenfonds, aus denen Anleger im November mehr als 17 Mrd. € entnahmen. Auf Jahressicht verloren die Bond-Fonds nach heutigem Stand mehr als 26 Mrd. €, wobei die Zahlen für den Dezember noch nicht ausgewertet sind.

Mittelzuflüsse in UCITS-Fonds 2018
Mittelzuflüsse in UCITS-Fonds 2018

Quelle: EFAMA

Anders die Aktienfonds: Es scheint, als ob einige mutige Anleger im November auf Schnäppchenjagd gehen wollten. So konnten Fonds, die in Dividendenwerte investieren, knapp drei Milliarden Euro vereinnahmen. Doch auch hier bleiben die Zahlen für den Dezember abzuwarten, denn in diesem Monat verloren Aktien in Europa rund zehn Prozent an Kurswert. Allerdings wird die Jahresbilanz bei den Aktienfonds trotzdem positiv ausfallen: Die EFAMA rechnet hier mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 116 Mrd. €.

Investmentfonds, die mit einer Multi-Asset-Strategie die Performance vor den Unbillen des Marktes bewahren wollen, mussten im November Anteilsscheine im Wert von acht Milliarden Euro zurücknehmen – nachdem im Oktober bereits fünf Milliarden Euro aus den Fonds abflossen. Dennoch wird diese Assetklasse das Jahr wohl mit einem Plus beenden; nach vorläufiger Schätzung nahmen die Mischfonds auf Jahressicht rund 79 Mrd. € ein.

Immobilienfonds blieben von den Turbulenzen an den Kapitalmärkten hingegen weitgehend verschont. Diese Fondsklasse verkaufte im November wie auch in den Vormonaten Anteilsscheine im Wert von rund zwei Milliarden Euro.

Insgesamt zeichnet sich ab, dass die kumulierten Fondsvermögen der Assetmanager im vergangenen Jahr unterm Strich fast unverändert geblieben sind. Die EFAMA beziffert die Net-Assets zum Ende November mit 15,651 Billionen Euro; zu Jahresbeginn waren es 15,625 Billionen Euro. Dieser Wert wird aber noch um die Dezemberzahlen korrigiert werden müssen.

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