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FR weekly: Börsen eröffnen schwächer, Argentinien sucht nach Ausweg und Indizes werden neu gemischt

Die Sorge um eine Ausweitung des Handelsstreits lastet auf den Börsen, die deutschen Aktienindizes werden neu gemischt und Argentinien sucht nach einem Weg aus der Währungskrise: Die wichtigsten Börsen-News für die neue Handelswoche.

Börsen eröffnen schwächer

Zum Handelsstart geht der deutsche Aktienindex Dax mit 12.335 Punkten ins Rennen – knapp ein Prozent weniger als der Freitagsschluss. Die Vorgaben aus Asien waren bereits schlecht, die Furcht vor einer Eskalation des Handelstreits lastet auf den Kursen. In Japan ging der Nikkei-Index um 0,7 Prozent auf 22.709 Zähler zurück, der chinesische Shanghai Composite sank um ein Prozent auf 2697 Punkte.

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Argentinien sucht nach Ausweg

Heute will Argentiniens Finanzminister Nicolas Dujovne Schritte zur Eindämmung der schwelenden Krise vorstellen: Das Haushaltsdefizit soll gesenkt, die Abhängigkeit  von den Kreditmärkten reduziert werden. Am vergangenen Donnerstag hatte die argentinische Notenbank den Leitzins um 15 Punkte auf 60 Prozent [sic] angehoben. Seit Jahresbeginn hat der Peso fast 54 Prozent an Wert verloren. Die Finanzmärkte haben jedoch wenig Hoffnung, dass es dem Land gelingt, die Konjunktur anzuschieben, die Ausgaben zu kürzen und die Inflation einzudämmen; die hat zuletzt über 30 Prozent erreicht.

Peso zum Euro
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Quelle: Bloomberg

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Rekord in den Ferien

Wenn heute in den USA der Summerbreak endet, dann haben die Aktien in der Ferienzeit mal eben ein neues Alltime-High erklommen: Der S&P 500 ist in diesem Jahr bereits um 8,5 Prozent gestiegen. “Der Treiber für die Kurse ist und bleibt die Stärke der Wirtschaft”, erklärt Rich Weiss, Chief Investment Officer beim Asset-Manager American Century Investments. Ob die freundliche Stimmung auch nach dem Ende der Ferien anhält, bleibt abzuwarten. In dieser Woche will Präsident Trump weitere 200 Milliarden US$ an Zöllen auf chinesische Waren erheben. In den USA ist übrigens heute Labor Day und deshalb geht der Handel erst am Dienstag weiter.

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Indizes werden neu gemischt

Am 5. September will die Deutsche Börse bekannt geben, wie sich die Nebenwerte-Indizes künftig zusammensetzen. Der MDax wird auf 60, der SDax auf 70 Titel erweitert. Die Aktien aus dem TecDax werden auf diese beiden Indizes verteilt. Im TecDax selbst werden die Technologie-Aktien aus Dax, MDax und SDax dann noch einmal notiert.

Am Mittwoch wird wohl die Commerzbank ihren Platz im Dax an den Online-Zahlungsabwickler Wirecard abgeben. Auch die Deutschen Bank muss sich verabschieden: Sie verlässt den EuroStoxx50. Das bedeutet natürlich auch, dass die Manager von Index-Trackern und ETFs sowie von indexbasierten Fonds in dieser Woche die Zusammensetzung ihrer Produkte anpassen werden.

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Warten auf die Lücke

Wenn im November die Sanktionen der USA gegen den Iran in Kraft treten – wird es dann zu einer Versorgungslücke beim Öl kommen? Marktexperten beobachten derzeit genau die Produktionszahlen der Fördernationen. Russland pumpt aktuell knapp 11,2 Millionen Barrel pro Tag, Saudi Arabien rund 10,4 Mbd. Der Ölpreis hat am Wochenende wieder die 70-Dollar-Marke erreicht, nachdem er Mitte August auf 65 USD abgesunken war. Am 23. September trifft sich die OPEC das nächste Mal, um die künftige Marktstrategie festzulegen.

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Gold gibt nach

Die Angst vor weiteren Spannungen beim Welthandel hat den Goldpreis am Montag früh wieder unter die Marke von 1.200 US$ pro Unze fallen lassen.  Seinen diesjährigen Tiefststand verzeichnete das Edelmetall Mitte August mit 1074 US$. Seit Jahresanfang ging der Preis bislang um zehn Prozent zurück.

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