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FR-Weekly: DAX startet verhalten, Peking setzt Liquidität frei und GE macht sich schlank

Die neue Börsenwoche wird überschattet vom aufziehenden Handelskrieg der USA gegen den Rest der Welt. Deutsche Autowerte starten schwach, während China seine Unternehmen mit mehr Liquidität ausstattet. Abwärts geht es auch beim Öl und bei den Kryptowährungen.

DAX startet verhalten

Der Dax startete verhalten in die neue Woche: Am Montag notiert der Leitindex 0,7 Prozent schwächer bei 12.491 Punkten. Anleger rechnen weiter mit Unruhe. Vor allem die Drohung von US-Präsident Donald Trump, einen 20 prozentigen Einfuhrzoll auf alle europäischen Autos zu erheben, macht den Aktien von Daimler, Volkswagen und BMW zu schaffen: Sie verlieren jeweils rund ein Prozent. Im Plus notieren lediglich Beiersdorf und Vonovia mit 0,3 respektive 0,07 Prozent.

Peking setzt Liquidität frei

Im Handelskrieg mit den USA hat die People’s Bank of China nun die Rücklagenrichtlinien für die chinesischen Geschäftsbanken gelockert und damit rund 100 Milliarden US$ zusätzliche Liquidität freigesetzt. Damit sollen vom Handelskrieg bedrohte Märkte gestützt werden. Reuters-Kommentator Pete Sweeney warnt davor, dass damit nur Schulden von wackeligen Staatsunternehmen aus der Stahl- und Kohlebranche in Aktien umgewandelt würden, während die Margen der Unternehmen der Privatwirtschaft weiter sänken.

GE macht sich schlank

Nachdem der Elektro-Riese GE in der vergangenen Woche die Demütigung verkraften musste, dass seine Aktien aus dem Dow-Jones-Index geflogen sind, legt man nun in Boston, Massachusetts die Hebel um in Richtung Turnaround: Das Geschäft mit den Industriemotoren soll laut Wall Street Journal an den Private-Equity-Investor Advent verkauft werden. Die Sparte wird mit rund drei Milliarden US$ taxiert. Dabei hat Advent dem Vernehmen nach den Konkurrenten Cummins Inc ausgestochen. Insgesamt will sich GE-CEO John Flannery bis Ende 2019 von Beteiligungen im Wert von 20 Milliarden US$ trennen, um General Electric wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Ölpreis könnte weiter sinken

Nach seinen Hochständen bei 78 US$ pro Fass vom Mai legt der Ölpreis wieder den Rückwärtsgang ein und notiert am Morgen mit 74 US$ je Barrel der Sorte Brent. Seit dem Tief vom Januar 2016 hat sich der Kurs trotzdem mehr als verdoppelt. Wie es mit dem Ölpreis weiter geht, ist fraglich, schreibt das Fachmagazin oilprice.com: Die Lagerbestände sind unter den Fünf-Jahresdruchschnitt gefallen und in der zweiten Jahreshälfte läuft die freiwillige Selbstbeschränkung der OPEC-Mitglieder aus, die Produktion zu drosseln, um den Preis hoch zu halten. Dann hindert Länder mit hohem Devisenbedarf nichts mehr daran, die Pumpen anzuschmeißen und die Märkte mit Öl zu fluten.

Ölpreis seit Ma, Quelle: oilprice.com
Ölpreis seit Ma, Quelle: oilprice.com

Kryptowährungen im Sinkflug

Es sieht nicht rosig aus für die Anleger von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple: Preis – und damit einhergehend Marktkapitalisierung haben sich seit Jahresanfang gedrittelt, bei Bitcoin z.B. von über 20.000 US$ auf nun 6.165 US$. Auch der einstige Sunnyboy unter den alternativen Währungen, das Ether, musste kräftig Federn lassen. Kostete eine Währungseinheit im Januar noch mehr als 1.400 US$ so sind es heute gerade mal 450 US$. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen zusammen erreicht heute nur noch 251 Milliarden US$ – fast genau ein Viertel des Aktienindex DAX bzw. soviel, wie Siemens und SAP zusammen wert sind.


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