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FR Weekly: Entspannung im DAX

Der Handelskonflikt will nicht enden, doch die Wirtschaftsdaten bleiben intakt. Analysten erwarten daher überwiegend eine gemächliche Börsenwoche.

In der letzten Woche trat der DAX auf der Stelle. Nach einem verhaltenen Wochenstart legte der Bluechips-Index am Dienstag einen fulminanten Sprung hin, ehe am Freitag wieder einmal US-Präsident Trump mit scharfen Äußerungen Richtung China und der EU für Beunruhigung sorgte und die Kurse in den Keller schickte. Nicht zuletzt aus diesem Grund notiert der DAX zum heutigen Handelsstart um die 12.540 Punkten, gut 20 Punkte unter dem Wochenschluss. 

Chris-Oliver Schickentanz, Kapitalmarktexperte der Commerzbank, erwartet dennoch eine entspannte Börsenwoche. Die Aktienmärkte hätten sich, gestützt von einer überzeugenden Berichtssaison, von ihren Sorgenfalten befreien könne. Sofern der Handelskonflikt zwischen den Wirtschaftsmächten nicht neue Hiobsbotschaften bringe, rechne er nicht mit einer Korrektur. Die allgemeinen Rahmenbedingungen der Märkte, so Schickentanz, blieben weiterhin „sehr positiv“, auch wegen der anhaltenden Unterstützung durch die EZB. 

Von der am Donnerstag anstehenden Ratssitzung der europäischen Notenbanker erwartet auch Christian Apelt, Experte der Hessischen Landesbank, keine wegweisenden Impulse. Die Anleger seien derzeit schwer zu beeindrucken, die Märkte in freundlicher Stimmung. Zusätzliche aufgehellt werden die Märkte nach Meinung Apelts von den in dieser Woche veröffentlichten Stimmungsindikatoren. Am Dienstag werden die Einkaufsmanager ihre Schätzungen abgeben, Mittwoch steht der ifo-Geschäftsklimaindex an, am Donnerstag das GfK-Konsumklima.

DAX-Titel wieder attraktiv

Attraktivität von Aktienbewertungen
Attraktivität von Aktienbewertungen

*Basierend auf Gewinnschätzungen für die kommenden 12 Monate

Quelle: Helaba

Weniger besonnen schätzt Oliver Nagel, Aktienanalyst der DZ Bank, die Anleger ein. Ursächlich dafür sieht er die Eskalation im Handelsstreit. Er sehe eine Kurskorrektur auf bis zu 12.300 Punkte im deutschen Leitindex als das wahrscheinlichste Szenario an, so Nagel. 

Gold auf Jahrestief

Indes geht die Talfahrt beim Gold weiter. Am Freitag fiel der Kurs auf 1.231 US-Dollar - ein 12-Monats-Tief. Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Helaba rät dazu, Gold unbedingt auf die „Einkaufsliste“ zu nehmen: „Aufgrund des wieder zunehmenden Sicherheitsbedürfnisses dürfte der Goldpreis in Richtung 1.400 USD/Feinunze steigen“, so die Chefvolkswirtin.

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