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FR Weekly: Wirtschaft im Sommerhoch

In den USA und in Europa sind die Volkswirtschaften auf Kurs. Entsprechend bleiben die Aussichten für Aktien und Renten positiv. Trotz des gegenwärtigen Preisverfalls gilt das auch für Gold.

DAX: Stabile Seitwärtsbewegung

Für Anleger des deutschen Blue-Chips-Index bot die vergangene Woche wenig Aufregendes. Am Handelsschluss stand ein Wochenplus von 1,5%. Nach Einschätzung der Deutschen Bank kein Grund auf steigende Märkte zu setzen. Das kleine Plus „sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es wieder nicht für den Sprung über die 12.400er-Marke gereicht hat“, so die Analysten. Der Index sei im Moment in der engen Schiebezone rund um die 12.400er-Schwelle gefangen.

Ifo-Geschäftsklima-Index auf Sechs-Monats-Hoch

Das Münchener ifo-Institut hat soeben die neuen Zahlen zum Geschäftsklima veröffentlicht. Demnach hat sich im August die Stimmung unter den Managern deutlich verbessert. Das zuletzt rückläufige Wirtschafts-Barometer stieg auf 103,8 Punkte. Die hemmende Wirkung des Handelskonflikts verpufft, so Clemens Fuest, Präsident des Instituts. „Neben einer starken Binnenkonjunktur trägt der Waffenstillstand beim Handelskonflikt mit den USA zur besseren Stimmung bei. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Sommerhoch“.

Ifo-Geschäftsklima: Krisen-Ängste abgeschüttelt

ifo Geschäftsklimaindex
ifo Geschäftsklimaindex

Quelle: ifo-Institut, Stand August 2018

US-Märkte: Längster Aufschwung der Geschichte?

Dem S&P 500 wird aktuell der längste Bullenmarkt aller Zeiten bescheinigt. Ganz gleich, ob diese Aussage stimmt oder nicht, ist es zweifellos eine der anhaltendsten Börsenrallys aller Zeiten. Die Fundamentaldaten scheinen für die USA intakt. Auch Fed-Chef Powell sieht die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs. Nach dem Treffen in Jackson Hole hält der Notenbank-Vorsitzende am eingeschlagenen Weg der moderaten Zinsanhebung in zwei Schritten bis zum Jahresende fest. Wirtschafts- und Jobwachstum entsprächen ebenso den erwarteten Zielgrößen wie die Inflationsentwicklung.

Am Donnerstag werden in den USA die Konsumausgaben der privaten Verbraucher bekannt gegeben, am Tag davor die Entwicklung des BIP. Nach Ansicht von Christiane von Berg, US-Expertin der Bayern LB wird beides die Position von Powell stützen. Von der Konjunkturdynamik hätten die Arbeitnehmer profitiert. Sie erwarte einen Anstieg der Kerninflationsrate auf 2,3%.

Trotz der kurzfristig guten Datenlage trübten sich die Aussichten allerdings ein. Die USA würden die „außerordentlich starke Konjunkturdynamik des Sommerquartals“ im dritten Quartal nicht halten können.

Um Anleihen bleibt es ruhig

Ebenfalls am Donnerstag werden die Inflationszahlen für den Euroraum und Deutschland veröffentlicht. Der Chef-Anlagestratege der Commerzbank, Chris-Oliver Schickentanz, geht nicht davon aus, dass die Inflationsdaten der EZB Grund geben werden, von ihrem bisherigen Ausstiegsszenario abzuweichen. Die Rentenmärkte würden davon kaum betroffen. Die „Bewegung dürfte weiter ruhig seitwärts gehen“, so Schickentanz.  Opportunitäten sieht er in italienischen Anleihen. In der letzten Woche war bekannt geworden, dass die italienische Regierung eine Finanzierungslücke von 400 Mrd. Euro über Bonds decken muss. Der Spread zwischen italienischen und deutschen zehnjährigen Anleihen stieg daraufhin auf 280 Basispunkte. Die Entwicklung beschränke sich aber nur auf Staatsanleihen „Bei den Unternehmensanleihen gehen wir nicht von einer Fortsetzung des Trends aus“, so der Stratege.

Gold weiter auf dem absteigenden Ast

Der Goldpreis setzte indes seinen Abwärtskurs fort. Er notierte am Freitag mit 1.203 US-Dollar/Feinunze nur knapp über der 1.200 US-Dollar-Marke. Seit Anfang Februar geht es um gut 15% bergab. Jan Edelmann, Rohstoffexperte der HSH-Nordbank macht zwei Gründe aus. Zum einen drücke der seit April anhaltende Anstieg des US-Dollar auf den Kurs. Zum anderen hätten die Anstiege von US-Anleihen eine Umschichtung ins „zinslose Gold gebremst“, so Edelmann. Dennoch gilt für Edelmann, dass „mit Blick auf die Preisentwicklung bei Gold in den kommenden Monaten das Gröbste bei der Talfahrt der vergangenen Monate überstanden ist“. Zum Jahresende erwartet Edelmann einen Preis von 1.250 US-Dollar je Feinunze.

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