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Für Solar-Investments scheint die Sonne

In der Vergangenheit hatten Anleger wenig Freude an grünen Investments. Meistens haben Finanzanlagen mit Schwerpunkt alternative Energie schlechter abgeschnitten als die großen Aktienindizes. Seit Jahresbeginn sieht das anders aus.

Die letzten zehn Jahre liefen nicht gut für die Aktien von „sauberen“ Energieunternehmen. Der Invesco Solar ETF zum Beispiel, der in 22 Aktien von verschiedenen Solarunternehmen investiert, fiel in dieser Zeit um 41,3 Prozent und der iShares Global Clean Energy ETF verlor 9,2 Prozent während in derselben Zeit der S&P500 um 13 Prozent zulegte.

Doch in den vergangenen Monaten haben die Solar-Aktien den S&P500 sauber outperformed. Seit Jahresbeginn hat der Invesco Solar ETF knapp 35 Prozent zugelegt und der iShares Global Clean Energy ETF gewann 19 Prozent, während der  S&P500 nur 13 Prozent gewann. Und der Guggenheim Solar ETF konnte im laufenden Jahr sogar 34 Prozent zulegen.

Woher kommt dieser neue Glanz? Nachdem der Sektor jahrelang am Subventionstropf hing, ist Solarenergie heute eine der kosteneffizientesten Möglichkeiten, Energie zu erzeugen.  Und dank der sinkenden Kosten können einige Erzeuger mittlerweile sogar in Wettbewerb treten zu den traditionellen Versorgern, die noch Öl, Kohle und Gas verfeuern.

In den USA sind die Kosten von Solaranlagen in den vergangenen neun Jahren von 360 US$ pro Megawattstunde auf 43 US$ gefallen – ein Rückgang um fast neunzig Prozent. Bei Windkraftanlagen kostet eine Megawattstunde heute 42 US$; vor Neune Jahren waren es noch das dreifache. Die Preise haben sich mittlerweile soweit reduziert, dass Ökostrom in machen Gegenden der USA und Europas mittlerweile billiger ist als Strom aus fossiler Verbrennung.

„Das wirtschaftliche Umfeld [für Ökostrom] ist gut“, erklärt Bruno Bertocci, der bei der UBS Asset Management dem Sustainable Investors Team vorsteht. “Wenn die Rahmenbedingungen so bleiben und der saubere Strom billiger ist als die Alternativen, dann wird sich dieser Trend auch fortsetzen.”

Bei NextEra Energy etwa, dem führenden Ökostromerzeuger in den USA, rechnen Analysten mit einem Gewinnwachstum von mehr als acht Prozent im kommenden Jahr, beim Konkurrenten Xcel Energy soll der Gewinn um mehr als sechs Prozent wachsen. Die Aktien der Unternehmen gewannen in diesem Jahr bereits 16 respektive fast 19 US$. Edisun, ein Schweizer Betreiber von Photovoltaikanlagen, legte seit Jahresbeginn um 40 Prozent zu. Auch der Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen First Solar konnte seinen Marktwert in dieser Zeit um 44 Prozent steigern.

Mit sinkenden Kosten und steigendem Marktanteil werden die Ökostromanbieter sehr wahrscheinlich weiter wachsen. Vor allem der Umstand, dass Ökostromr mittlerweile weitgehend ohne Subventionen auskommt, macht den Einstieg für Investoren interessanter.

ETF MIT SCHWERPUNKT SOLAR

Name ISIN YTD TER
iShares Global Clean Energy UCITS ETF IE00B1XNHC34 21 % 0,65 %
SPDR Kensho Clean Power ETF US78468R6559 21 % n/a
WilderHill Clean Energy ETF US46137V1347 27 % n/a
Invesco Solar ETF US46138G7060 38 % n/a

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