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Gewinner und Verlierer des Fondsgeschäfts

Der Fondsabsatz hat sich in den letzten Monaten eingetrübt. Zu den Anbietern mit den höchsten Abflüssen und Zuwächsen zählen vor allem die großen Adressen.

Im Juni verzeichnete die deutsche Fondsbranche zum zweiten Mal in Folge Nettomittelabflüsse. Der Deutschen Fondsvereinigung BVI zufolge zogen Anleger knapp eine Milliarde Euro aus offenen Publikumsfonds ab. Zu den großen Verlierern gehören zumeist die Fondsanbieter mit den höchsten Fondsvermögen.

Mit riesigem Abstand steht die DWS in der Rangliste der von den Fondshäuser in offenen Publikumsfonds verwalteten Vermögen voran. Zum Ende des ersten Halbjahres betreuten die Frankfurter Vermögen in Höhe von rund 242 Mrd. Euro. An dieser Vormachtstellung ändern auch die Juni-Abflüsse in Höhe von 1,6 Mrd. Euro nichts. Dennoch wird CEO Nicholas Mureau kaum zufrieden sein. Im Laufjahr verzeichnet die Fondsgesellschaft ein Minus von 1,14 Mrd. Euro.

Etwas erfreulicher präsentiert sich die Lage bei der Deka. Im ersten Halbjahr ist die Bilanz positiv, die Fonds wachsen um gut 337 Mio. Euro. Insgesamt verwaltet die Deka in den Publikumsfonds 130,2 Mrd. Euro. Damit ist in dieser Asset-Klasse das viertgrößte Fondshaus Deutschlands. Im Juni musste die Deka aber kräftige Einbußen hinnehmen. Das Fondsvolumen sank um knapp eine Milliarde Euro.

Fondsabsatz: Geteilte Bilanz bei den Volumenstärksten

Fondsabsatz
Fondsabsatz

Quelle: BVI, eigene Darstellung, Fondsvolumen offene Publikumsfonds, Stichtag 30.06.2018

Ganz anders Union Investments - mit einem AuM von 146,6 Mrd. Euro zweitplatziert in der Halbjahresbilanz der größten Fondsanbieter. In den ersten sechs Monaten sammelten die Investmentbanker unter der Leitung von Hans Joachim Reinke fast vier Milliarden Euro an frischem Kundenkapital ein. Der Sommer reißt diese Bilanz ein wenig ein. Knapp 528 Mio. Euro verliert Union im Juni.

Die höchsten prozentualen Abflüsse musste Amundi hinnehmen. Der Juni brachte Einbußen in Höhe von fast 1,3% des gesamten, in Publikumsfonds verwalteten Fondsvermögens. Anleger zogen Mittel in Höhe von 316 Mio. Euro aus den Fonds ab. Seit Jahresbeginn steht ein noch größeres Minus. Amundi verliert gut 485 Mio. Euro AuM. Die Franzosen verwalten Stand 30. Juni aber immer noch 24,8 Mrd. Euro.

Zugewinne bei den Fondsriesen

Über die höchsten Zuwächse konnte sich im Juni Indexfondsanbieter Blackrock freuen. In die Fonds der US-Amerikaner flossen 871 Mio. Euro neues Kapital. Ihr Fondsvermögen steigerte sich so auf 43,8 Mrd. Euro. Doch auch das ETF-Geschäft zeigt Risse. Am Ende des ersten Halbjahres steht ein dickes Minus von mehr als 1,1 Mrd. Euro.

Nummer drei nach verwaltetem Publikumsfondsvermögen ist die Allianz AM. Sie betreuen gut 145,7 Mrd. Euro. Das sind gut 3,5 Mrd. Euro mehr als noch am Jahresanfang. Auch zuletzt lief es gut. Der Juni brachte 704 Mio. Euro neues Kapital.

Wie bei den Häusern mit den höchsten Mittelabflüssen verzeichnet ein mittelgroßer Fondsanbieter die prozentual höchsten Zuflüsse. Um knapp 2,2% wuchsen die Assets under Management bei Fondsanbieter Universal. Mit dem Juniplus von 666 Mio. Euro verwaltet Universal nun Fondsvolumen in Höhe von 29,7 Mrd. Euro. Noch besser fällt die Halbjahresbilanz aus. Seit Jahresstart wächst das Fondsvermögen von Universal um 2,6 Mrd. Euro - ein Wachstum von 9,6%.

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