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Goldpreis: Interesse an Gold-Futures lässt spürbar nach

Laut aktuellem Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC hat auch der Optimismus unter großen und kleinen Terminspekulanten nachgelassen.

Beim allgemeinen Interesse an Gold-Futures war unter sämtlichen Marktakteuren in der Woche zum 9. Februar ein markantes Minus registriert worden. Innerhalb einer Woche hat sich die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) von 520.000 auf 506.700 Futures (-2,6 Prozent) reduziert. Noch geringer war das Interesse letztmals Mitte Juni. Deutlich skeptischer sind im Berichtszeitraum vor allem Großspekulanten (Non-Commercials) geworden. Dadurch hat sich die kumulierte Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten signifikant ermäßigt und zu einem Rückgang von 297.950 auf 292.200 Kontrakte (-1,9 Prozent) geführt.

Unter großen Terminspekulanten fiel vor allem das Zurückfahren der Long-Seite (-5.000 Kontrakte) auf, während beim Short-Engagement (+700 Futures) lediglich ein leichter Anstieg zu beobachten war. Bei der Netto-Long-Position schlug sich dies in einem Rückgang von 257.100 auf 251.400 Futures (-2,3 Prozent) nieder. Keine nennenswerte Stimmungsveränderung war hingegen bei Kleinspekulanten (Non-Reportables) festzustellen. Ihre Netto-Long-Position verharrte nämlich bei 40.800 Futures. Möglicherweise hat der traditionelle Krisenschutz Gold unter der anhaltenden Kursrally bei Kryptowährungen gelitten. Mit einem Open Interest von aktuell 11.050 Futures (Bitcoin) bzw. 600 Kontrakte (Ether) spielen beide derzeit aber noch keine sonderlich große Rolle.

ETF-Kapitalzuflüsse: Bitcoin hui, Gold mau

Aktuelle Daten des World Gold Council zeigen eindrucksvoll auf, dass im Januar die Kapitalzuflüsse in Gold-ETFs ins Stocken geraten sind. Haben sich im vergangenen Jahr die Goldbestände im Rekordtempo um rund 877 Tonnen erhöht, gab es für den ersten Monat des Jahres 2021 lediglich ein leichtes Plus von 13,8 Tonnen zu vermelden, wobei die höchsten Zuflüsse in Großbritannien (+9,4 Tonnen), Frankreich (+4,6 Tonnen) und Deutschland (+3,6 Tonnen) zu verzeichnen waren. Besonders interessant: In der Region Nordamerika gab es Abflüsse in Höhe von 6,3 Tonnen zu vermelden, nachdem im Vorjahr noch über 563 Tonnen dorthin geflossen sind.

Deutlich gefragter waren ETF-ähnliche Bitcoin-Wertpapiere. Laut Bitcoin Treasuries haben sich deren Bestände seit dem Jahresultimo von 734.200 auf 805.900 Bitcoins (Stand: 31. Januar) erhöht, was einem Zuwachs von rund zehn Prozent entsprach.

Doch damit nicht genug: Tesla-Chef Elon Musk hat vor einer Woche verkündet, 1,5 Milliarden Dollar an Firmengeldern in Bitcoin getauscht zu haben. Außerdem sollen bei Tesla künftig Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Auch das Kreditkartenunternehmen Mastercard will seinen Kunden Zugang zu Bitcoins verschaffen und folgt damit seinen Konkurrenten PayPal und Square. Es sieht so aus, als ob die mit Abstand bedeutendste Kryptowährung massentauglich werden könnte.

Dieser Artikel erschien zuerst am 16.02.2021 auf boerse-online.de

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