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Greiffbar – Nachrichtenflut, Geldflut, Wasserflut

Neue Höchstpegelstände an den US-Aktienmärkten. Welche Banken auf der Erfolgswelle surfen und wo trotz steigender US-Inflationszahlen der Geldregen weiter geht, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Greiffbar.

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

  • Vor uns die Nachrichtenflut
  • Mitten in der Geldflut
  • Nach der Wasserflut


Vor uns die Nachrichtenflut

Flutlicht an, die Berichtssaison zum Ende des zweiten Quartals hat begonnen. Und so wurden wir diese Woche von Quartalsberichten nur so überschwemmt. Dabei stechen vor allem die amerikanischen Banken hervor. JP Morgan oder Goldman Sachs schwimmen im Geld und surfen auf der Erfolgswelle. Die Goldman-Investmentbanker verzeichneten ihr zweitbestes Quartal aller Zeiten (+83 % zum Vorjahr) und sorgten für sprudelnde Gewinn von 15 USD pro Aktie. Das sind 50% mehr als der Markt erwartete. Wer an dieser Quelle sitzt, der kann sich im dritten Quartal über eine 60%ige Dividendenerhöhung auf 2 USD pro Aktie freuen. Passend dazu auch die Meldung von Apple, den Bezahldienst Apple Pay um die Variante Apple Pay Later zu erweitern. Damit will man die Konsumenten flüssig halten, denn die Zahlungen können dann künftig ratierlich erfolgen. Finanzieren will das Goldman Sachs und für diese Dienstleistung, die Konten der Kunden über Wasser zu halten, eine ordentliche Gebühr nehmen. Wollen wir mal hoffen, dass der Kontostand der Konsumenten damit nicht noch mehr absäuft. Letzteres traf diese Woche auch auf die Aktionäre von Curevac zu, nachdem bekannt wurde, dass vier Vorstände Aktienpakete im großen Stil veräußert haben. Die Nachricht hat Wellen geschlagen und den Aktienkurs ein weiteres Mal in Tiefenrausch versetzt.

Mitten in der Geldflut

US-Notenbank Chef Jerome Powell hat diese Woche bei der Anhörung vor dem Repräsentantenhaus seine ultralockere Geldpolitik verteidigt. Das aus seiner Sicht immer noch zaghafte Pflänzchen des Wirtschaftswachstums muss weiter begossen werden. Der Geldregen geht also weiter, trotz steigender US-Inflationszahlen von aktuell 5,4%. Manchmal ist es eben ein schmaler Grat zwischen „steter Tropfen höhlt den Stein“ oder „bringt das Fass zum überlaufen“. Die US-Aktienmärkte freut es und sie erreichen neue Höchstpegelstände. Gute Voraussetzungen damit auch für einen erfolgreichen Sommer. Meine Empfehlung daher an alle Anleger: Börse statt Baggersee! Den Ausblick habe ich neben vielen anderen spannenden Themen auch im Podcast mit dem Börsenfunk besprochen. Und wenn Sie etwas Zeit haben, dann lade ich Sie ein, sich diesen hier anzuhören: Rohstoffen gehört die Zukunft! Vielleicht haben Sie aber auch aktuell Wichtigeres zu tun. Zum Beispiel den Menschen helfen, die sich derzeit im wahrsten Sinne des Wortes kaum über Wasser halten können:

 

Nach der Wasserflut

Es ist eine Jahrhundertkatastrophe und es ist vor allem eine unglaubliche menschliche Tragödie. Das Hochwasser in weiten Teilen Deutschlands hat Hab und Gut weggespült, Menschenleben beendet und Unmengen Leid gebracht. Alle sind wir aufgefordert zu helfen. Lasst uns Rettungsringe den Menschen zuwerfen, die davon am schlimmsten betroffen sind. Jeder, dem es besser geht, kann und sollte etwas tun. Die großen deutschen Hilfsorganisationen haben sich auf eine gemeinsame Spendenhotline verständigt. Beteiligt sind u.a. DRK, Caritas, Diakonie und Volkssolidarität. Gespendet werden kann über Hotline von "Gemeinsam gegen die Flut" unter der Telefonnummer 01802 252530 oder https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden/spenden/ ! Egal, wie gerne ich über Wirtschaft, Börse und Geld schreibe, aber alles wäre nichts wert, wenn wir nicht Mitgefühl und Menschlichkeit zeigen. Vermögen ist nichts wert, wenn man damit nicht weiß, etwas Sinnvolles zu bewegen. Daher möchte ich meine Kolumne dafür verwenden, um zu zeigen, dass Börsianer nicht dem altbiblischen Motto folgen: Nach mir die Sintflut!

 

Ihr Volker Schilling

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