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IPConcept: Mittelstand – stark auch für Anleger

Der Mittelstand erweist sich immer wieder als Zugpferd der Wirtschaft. Viele Mittelständler nutzen Anleihen als Finanzierungsinstrumente. Anleger finden hier interessante Renditeperlen. „Es lohnt sich, nach ihnen zu suchen“, sagt Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand AG.

Warum sind Mittelstandsanleihen ein spannendes Investment?

Anleger brauchen für eine gute Verteilung ihres Vermögens verschiedene Anlageklassen, um die Risiken optimal zu streuen. Neben Aktien und Immobilien gehörten früher Anleihen selbstverständlich dazu. Seit die Zinsen praktisch auf null gesunken sind, haben die Investoren das Interesse an den Papieren verloren. Doch Mittelstandsanleihen können nach wie vor gute Renditen bringen. Die Unternehmen zahlen höhere Zinsen als Großkonzerne oder Staaten. Damit überwinden sie Markteintrittsbarrieren. Denn sie sind am Kapitalmarkt nicht so bekannt und die Emissionsvolumen liegen meist unter den Schwellen, die für Großinvestoren interessant sind.

Der Markt für Mittelstandsanleihen wächst kontinuierlich. Die Regulierung führt dazu, dass sich immer mehr Mittelständler ihre Finanzmittel auf dem Kapitalmarkt besorgen. So ist das Universum, aus dem wir die Anleihen auswählen, von rund 50 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf aktuell etwa 190 Milliarden Euro angewachsen. Damit steigen auch für uns die Investitionsmöglichkeiten, obwohl ein Großteil der Papiere für uns nicht in Frage kommt. Denn wir untersuchen sowohl die Unternehmen als auch die Wertpapiere sehr genau, bevor wir sie kaufen. Viele Anleihen fallen schon bei den ersten Prüfungen durch, weil sie unsere Kriterien nicht erfüllen.

Was genau verbirgt sich hinter Ihrer Analysemethode, dem KFM-Scoring?

Wir analysieren die Unternehmen durch die Brille eines Kreditexperten und die Wertpapiere aus der Sicht von Investmentspezialisten. Auf der Unternehmensseite untersuchen wir Kennzahlen wie zum Beispiel Eigen- und Fremdkapitalquoten, Cashflow, EBIT und auch die Ausfallwahrscheinlichkeit. Dabei unterstützt uns die Creditreform Rating AG, die über einen großen Datenbestand verfügt. Persönliche Managergespräche runden das Bild ab: Übernimmt die Geschäftsführung soziale Verantwortung? Haben die Manager einen guten Leumund? Wie werden die Risiken überwacht?

Die Prüfung der Nachhaltigkeit nehmen wir sehr genau unter die Lupe und gehen über ein Abhaken von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) weit hinaus. In die Analyse beziehen wir zum Beispiel auch das Lieferkettenmanagement ein oder Kontroversen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Korruption, die das Unternehmen belasten könnten. Umgekehrt werden Unternehmen gewürdigt, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen besonders positive Beiträge zur Umsetzung globaler Nachhaltigkeit leisten.

Bei der Bewertung unterstützt uns die renommierte Nachhaltigkeitsagentur imug | rating. Sie hat über viele Jahre eine Unternehmensdatenbank aufgebaut, die für die Analyse von Nachhaltigkeitsrisiken eine wertvolle Datenbasis bietet. Die Daten fließen in die Entscheidung über Kauf oder Ablehnung einer Anleihe ein. Die Agentur bewertet ihrerseits jährlich wiederkehrend unseren Anleihebestand. In ihrer aktuellen Einschätzung hat sie das KFM-Portfolio erneut als „neutral bis positiv und weitgehend frei von ESG-Risiken“ klassifiziert.

Zum KFM-Scoring gehört auf der anderen Seite eine Bewertung der Wertpapiere: Wie anlegerfreundlich sind die Konditionen ausgestaltet? Hier kommt es auf Details an. Neben Laufzeit, Verzinsung und Besicherung des Papiers schauen wir uns auch die Möglichkeiten einer vorzeitigen Kündbarkeit der Anleihe an. Würde sie etwa zu einem Kurs von 105 Prozent gekauft, kurz danach aber gekündigt und zu einem festgelegten Kurs von 101 Prozent zurückbezahlt, ergäbe das Verluste. Der Kauf einer solchen Anleihe scheidet daher aus.

Warum ist Ihnen die Veröffentlichung des gesamten Portfolios so wichtig?

Transparenz ist eine Grundbedingung der effizienten Geldanlage. Wir erwarten von den Unternehmen, deren Anleihen wir kaufen wollen, eine transparente Kommunikation und fortlaufende Informationen zur betriebswirtschaftlichen Entwicklung. Das können die Investoren von uns ebenso verlangen. Zudem verpflichten Regulierungsvorschriften Anbieter von Finanzprodukten zu immer höherer Transparenz. Im Frühjahr trat die EU-Offenlegungsverordnung in Kraft. Anbieter müssen nun auch Auskunft darüber geben, welchen Nachhaltigkeitsrisiken ein Investment ausgesetzt ist und ob es negative Auswirkungen auf die Wertpapieranlage gibt.

Vor allem Verantwortliche in Stiftungen, Family Offices, Vermögensverwaltungen und Pensionskassen benötigen tragfähige Informationen, denn sie müssen Rechenschaft über ihre Anlageentscheidungen ablegen. Ihnen hilft eine Prüfung und ein Testat einer anerkannten externen Bewertungsstelle, dass die Informationen des Anbieters transparent sind. Diese Aufgabe hat die unabhängige Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner übernommen.

Die Prüfungsspezialisten gehen über das hinaus, was der Finanzmarkt verlangt. Sie prüfen zum Beispiel die Angaben der KFM zur jährlichen Ausschüttung von ordentlichen Erträgen, der täglichen Handelbarkeit der Fonds, der Einhaltung der laufenden Reporting-Anforderungen oder auch der Berücksichtigung der Nachhaltigkeitskriterien. Ergebnis zum wiederholten Mal: Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS erfüllt maximale Anforderungen an die Transparenz der Informationen für die Anleger.

Das gilt im Übrigen nun auch für unseren zweiten Fonds. Erstmals haben die Spezialisten von Rödl & Partner den 2020 gestarteten Europäischen Mittelstandsanleihen FONDS ebenfalls analysiert. Beide Fonds erfüllen zum Beispiel die Transparenzpflichten der EU-Offenlegungsverordnung. Die Informationen gehen – so Rödl & Partner – weit über die Mindeststandards hinaus. Die KFM hat dafür zum zweiten Mal in Folge den „Transparenten Bullen“ erhalten. Beide Mittelstandsanleihen Fonds sind für Stiftungen und kirchliche Einrichtungen und für alle Anleger geeignet, die nachhaltig investieren und dabei eine gute Rendite erzielen wollen.

Was unterscheidet den Deutschen Mittelstandsanleihen FONDSvon anderen Anleihen-/Mittelstandsfonds?

Zum einen die geschilderten umfangreichen Analysearbeiten zur Auswahl und Überwachung der Wertpapiere. Darüber hinaus haben wir in der Anlagestrategie weitere Sicherungsmechanismen eingebaut. So investieren wir einen Teil der Anlagegelder in Papiere großer Mittelständler wie zum Beispiel Otto oder Hornbach und damit in unser Liquiditätsportfolio. Sie sind nicht ganz so hoch verzinst wie andere Anleihen, aber leichter am Markt verkäuflich. So können wir jederzeit Ausschüttungen und Rückgaben von Anteilen selbst in Zeiten von Marktverwerfungen weitestgehend sicherstellen. Und wir parken das Geld, um es flexibel umschichten zu können, wenn sich gute Kaufgelegenheiten für unser Kernportfolio finden.

Für welche Anleger-/Depottypen ist der Fonds geeignet?

Viele Privatanleger, aber auch Stiftungen benötigen laufende Erträge aus ihren Investments. Die Erträge des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS werden seit seiner Auflage im Jahr 2013 einmal jährlich an die Investoren ausgeschüttet. Sowohl Rödl & Partner als auch die Reuss Private Analytics AG, die Stiftungen bei der Geldanlage berät, bescheinigen die Geeignetheit des Fonds für ausgewählte Investorengruppen wie zum Beispiel Stiftungen oder institutionelle Investoren, etwa Versorgungswerke. Damit eignet sich der Fonds auch für Privatanleger, die der Risikoklasse 3 entsprechen. Die Klasse umfasst gewinnorientierte Anleger mit einem längerfristigen Anlagezeitraum.

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