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Lloyds und Schroders gehen Joint Venture ein

DIe Asset Manager Lloyds und Schroders wollen eine Strategische Partnerschaft eingehen. Das Joint Venture soll unter den drei größten Anlagegesellschaften in Großbritannien landen.

Innerhalb von fünf Jahren, so der Plan, soll eine Vermögensverwaltung entstehen, die Schroders Investment-Kompetenzen mit Lloyds Kundenbasis vereint. Dann soll Schroders ein Mandat im Wert von 80 Milliarden Pfund managen, das derzeit noch bei Standard Life Aberdeen gemanagt wird. In diese Ehe will die Lloyds Banking Group Assets im Wert von 13 Milliarden Pfund aus dem Bestandsgeschäft und weitere 400 Millionen Pfund an Assets von Privatkunden einbringen. Dafür erhält das Finanzinstitut 50,1 Prozent der Anteile, Schroders begnügt sich mit 49,9 und überlässt damit das Stimmrecht dem Partner. Das Joint-Venture soll im ersten Halbjahr 2019 seinen Betrieb aufnehmen.

Lloyds schrumpft seit Jahren

Schroders ist aktuell der zweitgrößte Initiator von Publikumsfonds in Großbritannien. Zur Jahresmitte 2018 hat Schroders Assets im Wert von 450 Milliarden Pfund gemanagt. Die Lloyds Banking Group ist die größte britische Bank und wies im vergangenen Jahr ein Bilanzsumme von 812 Milliarden Pfund – 2011 waren es noch 970 Milliarden. Im gleichen Zeitraum wurde auch die Anzahl der Mitarbeiter von 120.000 auf heute knapp 80.000 verringert. Sonniger sieht die Bilanz dagegen für Schroders aus: In den vergangenen sieben Jahren konnte die Bilanzsumme um 65 Prozent auf 23 Milliarden Pfund erhöht und der Gewinn auf 2,15 Pfund je Aktie verdoppelt werden.

Das Joint Venture von Lloyds und Schroders soll von James Rainbow geführt werden, der momentan noch als Co-Head der UK Intermediary bei Schroders fungiert. Die Aufsicht wird Antonio Lorenzo übernehmen, dem jetzigen Chef von Scottish Widows ; aus dieser Pensionskasse stammt im Übrigen das Mandat über 80 Milliarden Pfund, das dem Joint Venture nun in die Wiege gelegt werden soll. Dieses wurde bislang von Standard Life Aberdeen gemanagt. Das Unternehmen ging aus der Fusion des Versicherers Standard Life und des Vermögensverwalters Aberdeen Asset Management im letzten Jahr hervor – und stellt für Lloyds seither eine Konkurrenz dar, weshalb das Mandat nun auch abgezogen werden soll. Ein Schiedsspruch in dieser Angelegenheit wird für Anfang nächsten Jahres erwartet.

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