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Metzler trennt sich von Retail Geschäft im Asset Management

Das Bankhaus Metzler will sich zukünftig auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Dazu gehört auch ein Ausstieg aus dem Retail-Geschäft im Asset Management.

Die Finanzbranche sei derzeit geprägt von hohem regulatorischen Aufwand, erklärte Emmerich Müller, persönlich haftender Gesellschafter beim Bankhaus Metzler, anlässlich des Jahrespressegesprächs der Frankfurter Privatbank in Frankfurt: Einzelne Banken müssten sich zunehmend auf ihre Stärken konzentrierten. Deshalb will auch Metzler prüfen, wie man sich noch stärker auf seine Kernkompetenzen zurückbesinnen kann.

Die Bank verwaltete Ende 2018 Assets im Wert von 74 Mrd. EUR, nach 76 Mrd. Im Vorjahr. Zurückzuführen sei der Rückgang auf die „allgemein negative Entwicklung an den Kapitalmärkten“. Allerdings konnte Metzler die Wertminderung durch  Mittelzuflüsse aus dem institutionellen Geschäft teilweise kompensieren. Bis zum Ende des ersten Quartals 2019 stiegen die Assets wieder auf rund 79 Milliarden Euro.

Nun will Metzler aus dem Retail-Geschäft im Asset Management, das noch knapp zwei Milliarden Euro ausmacht, aussteigen. Das Geschäft für institutionelle Kunden im Wert von 15 Milliarden Euro soll jedoch fortgeführt werden, teilt das Unternehmen mit.
Metzler will trotz des Trends hin zu passiven Investments und ETFs einem „aktiven, fundamentalen Ansatz“ treu bleiben: „Unsere Kompetenz im diskretionären Stock-Picking haben wir durch den Ausbau unseres Teams weiter gestärkt“, erklärt Emmerich Müller.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 7,5 Millionen Euro; den Eigentümern zahlt die Bank eine Dividende von 2,3 Millionen Euro.

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