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Moventum: Den Börsen geht die Puste aus

In der letzten Handelswoche 2017 sank der amerikanische Index für Konsumentenvertrauen auf 122,1 Punkten. Das Konsumvertrauen der Amerikaner verharrt damit auf einem sehr hohen Niveau und dürfte auch in 2018 eine treibende Wirtschaftskraft bleiben.

(Foto: Michael Jensen, Executive Vice President)

In der letzten Handelswoche des Jahres gab es nur wenige ökonomische Daten und Ereignisse. In den USA ging das Konsumentenvertrauen auf 122,1 Punkte deutlich zurück und blieb damit klar hinter den Erwartungen. Jedoch erreichte der Index im Vormonat mit 128,6 Punkten den höchsten Wert in 17 Jahren. Treiber für den Rücksetzer war dabei das geringere Vertrauen in die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen. Auf der anderen Seite schätzten die Amerikaner die aktuelle Situation mit 156,6 Punkten so gut ein wie seit 2001 nicht mehr. Insgesamt bleibt das Konsumentenvertrauen damit auf einem sehr hohen Niveau und dürfte auch in 2018 eine treibende Wirtschaftskraft bleiben. Beim Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago kam es zu einem deutlichen Anstieg auf 67,6 Punkte und dürfte somit für einen schwungvollen Jahresstart sorgen.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg weiter an und schloss die Handelswoche mit 66,87 US-Dollar. Der US Dollar verlor zum Euro mit etwa 1,5 Prozent spürbar an Wert und stand zum Jahresende bei etwas über 1,20 EUR/USD. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Euro um 0,8 Prozent zu.

In diesem Umfeld entwickelte sich für den Euro-Anleger der europäische Aktienmarkt, gefolgt von japanischen und US-amerikanischen Titeln, am besten. Innerhalb Europas zeigte die Eurozone eine schwächere Entwicklung auf, während sich Titel aus den Emerging Markets wiederholt besser entwickelten als Werte aus den Industrienationen. Im Vergleich zu Gesamteuropa lagen osteuropäische Werte (ex Russland) abermals vorne. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Grundstoffe, Öl&Gas und nicht-zyklischer Konsum am besten. Eine Underperformance zeigten hingegen die Bereiche IT, Telekom und Versorger auf. In den USA gehörten Titel aus den Sektoren Versorger, Energie und Grundstoffe zu den größten Gewinnern. Auf der anderen Seite waren die Bereiche IT, Finanzen und Telekom am schwächsten. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps in Europa besser und in den USA schwächer ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ zeigte sich in Europa eine bessere Entwicklung im Growth-Segment und in den USA bei den Value-Titeln.

Im Rentenbereich entwickelten sich Hochzinsanleihen abermals am besten. Es folgten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und europäische Staatsanleihen. Anleihen aus den Schwellenländern und währungsgesicherte US-Staatsanleihen schlossen die Handelswoche besser ab als europäische Staatsanleihen.

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