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Moventum: Deutschland - Gute Daten, schwacher Markt!

Trotz der positiven Entwicklung der europäischen Arbeitslosenzahlen blieb die Inflationsrate im Oktober mit 1,4 Prozent hinter den Markterwartungen zurück. Die Kernrate (Gesamtindex ohne Energie, Lebensmittel sowie Alkohol und Tabak) verharrte weiterhin bei bei 0,9 Prozent.

Im November zog die Inflationsrate innerhalb der Eurozone marginal an. Mit einer Jahresrate von 1,5 Prozent, nach 1,4 Prozent im Oktober, blieb die Inflationsrate jedoch hinter der Markterwartung. Die Kernrate (Gesamtindex ohne Energie, Lebensmittel sowie Alkohol und Tabak) verharrte bei 0,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote im gemeinsamen Währungsraum gab im Oktober entgegen der Konsensschätzung auf 8,8 Prozent weiter nach. Dies ist der niedrigste Stand seit Februar 2009. Auch in Deutschland kam es zu einem Monatsrückgang der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl auf 2,476 Mio. und verharrte damit auf dem Rekordtief von 5,6 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen legte indes weiter zu und kletterte auf das neue Rekordhoch von 44,347 Millionen. Vor diesem Hintergrund dürfte der private Verbrauch im Jahresendquartal signifikant zum deutschen Wirtschaftswachstum beitragen. Das GfK-Konsumklima entwickelte sich ebenfalls stabil auf hohem Niveau. Die GfK prognostiziert für Dezember einen gegenüber dem Vormonat unveränderten Wert des Konsumklimas von 10,7 Punkten. Nach wie vor sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft auf einem klaren Wachstumskurs. Die Konjunkturerwartung bestätigte ihr sehr gutes Niveau und legte sogar geringfügig zu.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent ging etwas zurück und schloss die Handelswoche bei 62,45 US-Dollar. Der US Dollar legte zum Euro mit 0,6 Prozent etwas zu und stand zuletzt bei knapp 1,19 US-Dollar pro Euro. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Euro um 0,6 Prozent zu.

In diesem Umfeld entwickelte sich der US-amerikanische Aktienmarkt, gefolgt von japanischen und europäischen Titeln, am besten. Innerhalb Europas zeigte die Eurozone eine schwächere Entwicklung auf und auch Titel aus den Emerging Markets schnitten schlechter ab als Werte aus den Industrienationen. Im Vergleich zu Gesamteuropa lagen osteuropäische Werte (ex Russland) spürbar zurück.

Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Versorger, Telekom und Energie am besten. Eine Underperformance zeigten hingegen die Bereiche IT, Grundstoffe und nicht-zyklischer Konsum auf. In den USA gehörten Titel aus den Sektoren Telekom, Finanzen und Industrie zu den größten Gewinnern. Auf der anderen Seite waren die Bereiche IT, Grundstoffe und Versorger am schwächsten. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps in Europa schwächer und in den USA besser ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ zeigte sich in Europa und in den USA eine stärkere Entwicklung im Value-Segment.

Im Rentenbereich entwickelten sich europäische Staatsanleihen am besten. Es folgten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Hochzinsanleihen. Währungsgesicherte US-Staatsanleihen und Anleihen aus den Schwellenländern schlossen die Handelswoche schwächer ab als europäische Staatsanleihen.

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