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Moventum: Märkte trotzen geopolitischen Risiken

Die ökonomischen Daten entwickelten sich trotz der neuen, politisch getriebenen Unsicherheiten weitestgehend positiv und so auch die globalen Aktienmärkte. Die Zahlen für das BIP-Wachstum des 1. Quartals in Europa blieben wie erwartet stabil. Auch in Deutschland und China wurden die Analystenvoraussagen übertroffen.

Marktrückblick In einer ereignisreichen Woche, geprägt von einer neuen Regierungskoalition in Italien, dem Besuch von Angela Merkel bei Wladimir Putin und der Einigung zwischen den USA und China in Bezug auf den Handelskonflikt, standen auch einige ökonomische Daten zur Veröffentlichung an. Diese entwickelten sich weitestgehend positiv und damit auch die globalen Aktienmärkte. Für Europa wurden die Zahlen für das BIP-Wachstum des 1. Quartals veröffentlicht. Diese entwickelten sich wie erwartet stabil. Für Deutschland waren die ZEW-Daten relevant. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage ist um 0,5 Punkte geringfügig auf einen neuen Indexwert von 87,4 Punkten zurückgegangen. Dennoch fiel das Ergebnis besser aus, als von Analysten erwartet worden war. Die ZEW-Konjunkturerwartungen blieben auf demselben Niveau wie im Vormonat. Der Indikator beträgt nach wie vor minus 8,2 Punkte. Dies liegt Experten zufolge an neuen, politisch getriebenen Unsicherheiten. Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA, die Befürchtung einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts zwischen Europa und den USA sowie weiter steigende Rohölpreise belasteten die Erwartungen für Deutschland. In den USA wurden derweil Daten zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht. Die US-Industrieproduktion verzeichnete wie erwartet einen Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Zum Wochenausklang wurden noch Daten aus Philadelphia zum dort ansässigen Fed-Index veröffentlicht. Diese zeigten sich mit einem Wert von 34,4 Punkten deutlich besser als die Konsensschätzung. Das lag nach Expertenmeinungen an der durchweg positiven Stimmung aller relevanten Sektoren. Mit dem Blick nach China wurden ebenfalls Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze für den Monat April lagen mit einem Zuwachs von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr unter den Erwartungen der Märkte, wobei die Daten zur Industrieproduktion mit 7,0 Prozent die Konsensschätzung übertrafen.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg um etwas mehr als 1 US-Dollar und schloss auf einem Niveau von 78,51 US-Dollar je Barrel. Der US-Dollar legte gegenüber dem Euro um 1,5 Prozent weiter zu und steht nun bei unter 1,18 EUR/USD. Gegenüber dem japanischen Yen gab der Euro 0,3 Prozent nach.

In diesem Umfeld schnitt aus Sicht des Euro-Anlegers der US-amerikanische Aktienmarkt, gefolgt vom japanischen und europäischen, am besten ab. Ebenfalls positiv entwickelte sich der MSCI World. Innerhalb Europas entwickelte sich die Eurozone leicht positiv, während Titel aus den Emerging Markets ein knappes Prozent nachgaben und somit schlechter abschnitten als Werte aus den Industrienationen. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Energie, Öl/Gas und Gesundheit am besten. Eine Underperformance zeigten hingegen die Bereiche Finanzen, Telekom und Konsum. In den USA gehörten Titel aus den Sektoren Energie, Rohstoffe und Industrie zu den größten Gewinnern, während Aktien aus den Bereichen Versorger, IT und Telekom eine Underperformance gegenüber dem breiten Markt aufwiesen. Small Caps schnitten gegenüber Large Caps in den USA besser ab, wobei in Europa Large Caps etwas besser abschnitten. Hinsichtlich „Value“ und „Growth“ entwickelten sich in Europa Growth-Titel besser, während es in den USA kaum Unterschiede in der Wertentwicklung dieser beiden Investmentstile gab.

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