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Neunter schlechter Monat für europäische Fonds

Anleger haben sich im Januar zum neunten Mal infolge aus europäischen Investmentfonds verabschiedet. Anteile im Wert von mehr als sieben Milliarden Euro mussten die Emittenten zurücknehmen. Damit setzt sich der Trend des vergangenen Jahres weiter fort.

Der negative Trend aus dem vergangenen Jahr hat sich auch 2019 noch nicht verabschiedet: Der Januar war der neunte Monat in Folge, in dem Anleger Mittel aus Investmentfonds abzogen. In Summe flossen mehr als sieben Milliarden Euro ab, wobei sich einzelne Asset-Klassen sehr unterschiedlich entwickelt haben. Vor allem alternative UCITS-Fonds standen mit Rücknahmen in Höhe von -7,7 Mrd. € auf der Verliererseite, dicht gefolgt von den Aktienfonds (-7,4 Mrd. €) und den Mischfonds (-3,5 Mrd. €). Mittelzuflüsse konnten dagegen die Rentenfonds (+12,7 Mrd. €), Geldmarktfonds (+3,8 Mrd. €) sowie die Immobilienfonds (+1,0 Mrd. €) verzeichnen. Das berichtet der Fonds-Branchendienst Thomson Reuters Lipper Alpha in seinem Report über die europäische Fondsbranche im Januar.

Danach kam es im Bereich der Geldmarktprodukte zu einer interessanten Verschiebung. Zwar flossen in diese Produkte unterm Strich fast vier Milliarden Euro, gleichzeitig kam es aber innerhalb der Kategorie zu einer großen Umverteilung:  Im Januar zogen Investoren 7,3 Mrd. € aus auf US-Dollar und 1,8 Mrd. € aus auf Pfund lautenden Fonds ab, während Euro-Vehikel 13,8 Mrd. € einnahmen.

Innerhalb der einzelnen Segmente waren vor allem Rentenfonds, die in Schwellenländeranleihen investierten, gefragt: Hier investierten Anleger 4,4 Mrd. €. Aktienfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets nahmen 3,4 Mrd. € ein und Globale Aktienfonds 3,2 Mrd. €.   

Am anderen Ende verabschiedeten sich die Anleger aus Aktienfonds mit Schwerpunkt Europa (-3,6 Mrd. €) und USA (-3,4 mrd. €). Auch auf Euro lautenden Kurzläufer fanden im Januar kaum Freunde; hier wurden 2,6 Mrd. € abgezogen.

MIttelzuflüsse in Europa
MIttelzuflüsse in Europa

Als bester einzelner Markt für Fondsprodukte zeigte sich im Januar Frankreich: Durch den Nettoabsatz von Geldmarktfonds im Wert von über 19 Mrd. € konnte die Bilanz auf plus 16 Mrd. € verbessert werden. In Schweden kauften Investoren Fondsanteile im Wert von 2,6 Mrd. €, in der Schweiz 2,3 Mrd. € und in Deutschland 800 Millionen. Der Verlierer unter den Fondsmärkten war Luxemburg (-9,9 Mrd. €), gefolgt von Großbritannien (-6,8 Mrd. €) und Irland (-3,0 Mrd. €). Sowohl in Luxemburg als auch in Irland ist die negative Performance vor allem auf den massiven Abfluss aus Geldmarktfonds (-7,1 bzw -5,8 Mrd. €).

Unter den Fonds-Emittenten konnte Generali im Januar den höchsten Netto-Absatz verzeichnen: Mehr als 3,2 Mrd. € nahm der italienische Versicherungskonzern ein. Die französische Credit Mutuel konnte Fonds im Wert von 2,8 Mrd. € verkaufen, die Banque Paribas immerhin noch etwas mehr als zwei Milliarden Euro.

Auf der Ebene der einzelnen Assetklassen setzte sich Branchenprimus BlackRock einmal mehr an die Spitze: Rentenfonds im Wert von rund 3,8 Mrd. € konnte der Fonds-Riese aus New York verkaufen. Bei Aktienfonds konnte sich die belgische KBC-Group an die Spitze setzen (+1,8 Mrd. €), während Aviva bei den Mischfonds die Nase vorn hat (500 Mio. €).

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