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Risiken eröffnen Chancen – Wie High-Yield-Investoren profitieren

Der Fondsanbieter T. Rowe Price schärft den Blick der High-Yield-Investoren auf Gewinner und Verlierer bei innovativen Entwicklungen.

 

Der Zusammenhang von Chancen und Risiken und die Bewertung von Geschäftsmodellen gehört zum täglichen Brot der Aktionäre. Der Fondsanbieter T.Rowe Price schärft dagegen den Blick der High-Yield-Investoren auf Gewinner und Verlierer bei innovativen Entwicklungen und der Transformation von Geschäftsmodellen. „Einige Sektoren des High-Yield-Anleihenmarktes erscheinen besonders anfällig für Disruptionen. Zeitgleich hat es aber auch zu einer neuen Generation von High-Yield-Unternehmen geführt, die attraktive Opportunitäten bieten“, sagt Mark Vaselkiv, Chief Investment Officer Fixed Income und Head of Global High Yield bei T. Rowe Price.

Die Ursachen sind vielfältig. Herausforderungen für die Unternehmen kommen aus seiner Sicht unter anderem durch neue Wettbewerber, technologische Innovationen, Veränderungen in der Konsumentenneigung und regulatorische Neuerungen. Und die Anzahl der betroffenen börsennotierten US-Unternehmen steigt. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei 20 Prozent, mittlerweile ist er über 30 Prozent gestiegen.

Zukunftsgewinner

An den Gewinnern disruptiver Entwicklungen, die auf ihrem Wachstumspfad häufig auf Finanzierungen über Anleihen angewiesen sind, kommen High-Yield-Investoren kaum vorbei. Ein Beispiel ist für den T. Rowe Price-Experten das Unternehmen Netflix. Zwar generiert der Konzern jedes Jahr einen Cash-Flow in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, muss aber das Fünffache im selben Zeitraum für neue Produktionen aufwenden. Der Bedarf wird über Anleihen auf dem High-Yield-Markt finanziert. Auch Unternehmen wie Uber, die noch nicht profitabel sind, bieten aus Sicht von Vaselkiv attraktive Chancen.

„Ich gehe davon aus, dass Uber und Lyft die großen Player im Ride-Sharing sein werden und in der Vergangenheit haben sich solche Dyopole ökonomisch ausgezahlt“, so der Experte. Durch neue technologische Entwicklungen steigen zudem totgeglaubte Geschäftsmodelle wie Phoenix aus der Asche: „Durch die Erfindung von Smart Speakern erlebt das klassische Radio eine Renaissance. Iheart betreibt mit Z100 die größte Radiostation in New York City und profitiert eindeutig von disruptiven Entwicklungen,“ so Vaselkiv.

High Yield-Schwemme?

Sunita Kara, High Yield-Expertin bei Aviva Investors, sieht den Markt der US-High-Yields auch durch solide Fundamentaldaten unterstützt. Aus ihrer Sicht spricht eine niedrigere Verschuldung der Unternehmen und das Ausbleiben einer Rezession in naher Zukunft für die Anlageklasse. Kopfzerbrechen bereitet manchen Marktteilnehmern die starke Zunahme von BBB-Unternehmens-Anleihen in den vergangenen Jahren, bei denen ein Downgrade reicht, um in das High-Yield-Segment zu rutschen, in das manche Investoren nicht investieren dürfen.

Die Folge wäre quasi eine Überschwemmung des High-Yield-Marktes. Die Befürchtungen teilt die Aviva-Expertin nicht. Sie erwartet erfolgreiche Anstrengungen der Unternehmen, um das Investment Grade zu behalten. Das sieht Ian Samson, Ökonom bei Fidelity, ebenso. Allerdings hat diese Vorsicht aus seiner Sicht auch eine Kehrseite. Durch das Verschieben von Investitionen verstärken diese Unternehmen die Verlangsamung der US-Wirtschaft.

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