Fundresearch

Fundresearch

Mit den Marktnews von Fundresearch erhalten Sie die aktuellsten Informationen am Fondsmarkt

Schroders: Kapitalmarktinvestitionen laufen Immobilien und Spareinlagen den Rang ab

Eine umfassende neue Studie zeigt, dass Anleger lieber investieren als zu sparen, Ausgaben zu tätigen oder Schulden zu tilgen.

Laut einer umfassenden neuen Studie tätigen Anleger lieber weitere Anlagen als Immobilien zu kaufen, Schulden abzuzahlen oder ihr Geld auf einem Sparkonto zu deponieren.

Im Rahmen der Studie wurden Anleger weltweit gefragt, welche Pläne sie im nächsten Jahr mit ihrem verfügbaren Einkommen haben. 23 % der Befragten geben an, dass es für sie höchste Priorität hat, ihr Geld an den Kapitalmärkten anzulegen. Für nur 13 % sind Immobilienanlagen oder -käufe am wichtigsten, und nur 9 % planen, Schulden abzuzahlen.

Die Schroders Global Investor Study (GIS) 2017, in deren Rahmen mehr als 22.000 Anleger aus der ganzen Welt befragt wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass die Tendenz zu Anlagen in Märkten in Asien am stärksten und in Nord- und Südamerika sowie Europa am schwächsten ausgeprägt ist.

Was hat für Sie im nächsten Jahr in Bezug auf Ihr verfügbares Einkommen absoluten Vorrang?

Weltweit geben 16 % der Befragten an, dass es für sie oberste Priorität hat, Geld auf einem Bankkonto zu sparen.

Sheila Nicoll OBE, Leiterin Public Policy bei Schroders, erläutert: „Jedes Land zeichnet sich durch andere finanzielle Probleme aus. Ein gemeinsamer Nenner ist jedoch, dass die Menschen im Allgemeinen nicht genügend Geld für eine sichere finanzielle Zukunft zurücklegen.

Es ist deshalb ermutigend, dass jene, die bereits Anlagen tätigen, die damit verbundenen Vorteile erkennen und fast 40 % der Anleger weltweit weitere Anlagen oder Sparen als Priorität für das nächste Jahr betrachten. Weitere 10 % konzentrieren sich zudem hauptsächlich auf ihre Altersvorsorge. Im Gegensatz dazu haben Luxusausgaben nur für 11 % der Befragten Vorrang.

Wenn regelmäßiges Sparen und Anlegen für die Menschen zur Gewohnheit wird, dann ist es letztendlich einfacher für sie, ihre finanziellen Ziele zu erreichen.“

Im Rahmen der Studie gaben auch 13 % der Befragten an, dass für sie Immobilienkäufe oder -anlagen höchste Priorität haben. Dieser Prozentsatz war für alle Kontinente annähernd gleich. Für 16 % der Millennials haben Immobilien oberste Priorität, unter den älteren Generationen hingegen nur für 11 %.

Bei den Schulden waren größere Unterschiede zwischen den Kontinenten erkennbar. In Nord- und Südamerika stellte das Abzahlen von Schulden (einschließlich Hypotheken) für 11 % eine Priorität dar, in Europa und Asien hingegen nur für 9 % bzw. 5 %.

Noch deutlichere geografische Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Neigung, Kapitalmarktanlagen zur Priorität zu erklären.

Für wen haben Kapitalmarktanlagen Priorität?

Anlagen in den Märkten haben für Menschen in Asien die höchste Priorität: Dort räumen 32 % Anlagen Priorität ein. In Europa hingegen sind es nur 20 %, in Nord- und Südamerika 19 %.

Dieser Trend spiegelt sich auch in den Ergebnissen der einzelnen Länder wider.

In der folgenden Tabelle sind jene Länder aufgelistet, in denen Kapitalmarktanlagen für die Menschen am ehesten eine Priorität für das nächste Jahr darstellen. Die Spitzenpositionen werden von Ländern Asiens belegt. Westliche Länder bilden hingegen das Schlusslicht, neben Südkorea, das eine bemerkenswerte Ausnahme darstellt.

Die Länder, in denen die Kapitalmarktanlage von verfügbarem Einkommen eine Priorität darstellt ... und die Länder, in denen sie am unwichtigsten ist.

(Quelle: Schroders Global Investor Study 2017)

 

In Europa ist in Schweden die größte Neigung zur Vornahme von Anlagen zu beobachten (29 %), gefolgt von Italien (26 %) und Portugal (23 %).

Der Schuldenabzahlung wird in Kanada weltweit die höchste Bedeutung beigemessen (18 %). Darauf folgen Südafrika (17 %), die Niederlande (16 %) und Australien (14 %). Chinesische Anleger neigen am wenigsten dazu, eine Abzahlung von Schulden in Betracht zu ziehen. Nur 2 % geben an, dass ihnen die Schuldentilgung wichtig ist.

Ausgaben für teure Luxusanschaffungen wird in Österreich die größte Bedeutung beigemessen. Sie werden dort von 21 % der Befragten als oberste Priorität angeführt. Australien und Großbritannien belegen in Bezug auf diesen Punkt mit jeweils 17 % gemeinsam den zweiten Platz. Am unwichtigsten sind Luxusausgaben mit nur 2 % bzw. 4 % in Taiwan und Indonesien.

Sparen ist nach wie vor beliebt

Die Zinsen sind in den meisten Industrieländern niedrig, und die Inflation steigt. Ungeachtet dessen kommt die Studie zu dem überraschenden Ergebnis, dass die Menschen ihren Sparkonten treu bleiben, obwohl Sparer häufig Realverluste hinnehmen müssen, wenn sie ihr Geld auf einem Bankkonto deponieren.

Am höchsten ist die Sparneigung in Portugal (29 %) und Russland (24 %).

Wir haben die Sparneigung in jedem Land außerdem mit dem Anteil der Menschen verglichen, die Anlagen in den Märkten planen. Obwohl Anlagen in der Vergangenheit höhere Renditen abwarfen, waren die Anleger in vielen Ländern der Ansicht, dass Bankkonten auch im nächsten Jahr die beste Option für überschüssiges Geld darstellen.

Sparen wird in Portugal von einem höheren Anteil der Menschen bevorzugt (29 %) als Anlagen (23 %). Dies trifft auch für Russland (24 % gegenüber 18 %) und Frankreich (21 % gegenüber 16 %) zu.

In Asien sind es die Südkoreaner, die ihr Geld lieber auf ein Bankkonto einzahlen, als es anzulegen (19 % gegenüber 12 %). Sogar in den USA, wo eine starke Anlagekultur vorherrscht, liegen die Werte für Sparen und Anlegen bei 16 % bzw. 17 %.

Bevorzugung von Spareinlagen gegenüber Anlagen

(Quelle: Schroders Global Investor Study 2017)

 

Die vollständigen Ergebnisse der Schroders Global Investor Study 2017 finden Sie hier.

 

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.

Der Beitrag wurde am 01.11.17 auch auf schroders.com veröffentlicht.

powered by
€uro FundResearch