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Schroders: Renditen der vergangenen 14 Jahre - Geschichtsstunde für Anleger

Von 2004 bis 2017 waren Aktien die Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung, doch der Kursverlauf glich einer wahren Achterbahnfahrt. Mithilfe der Diversifizierung lassen sich diese Höhen und Tiefen leichter ausgleichen.

Der Aktienmarkt hat im Laufe der vergangenen 14 Jahre die besten Renditen unter den wichtigsten Anlageklassen erzielt. Allerdings unterliegen die Gesamtrenditen von Jahr zu Jahr starken Schwankungen.

Dieses Auf und Ab kann zu Problemen für all diejenigen führen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben darauf angewiesen sind, Geld aus ihren Kapitalanlagen in Anspruch zu nehmen. Ein plötzlicher Einbruch an der Börse kurz vor Fälligkeit der Studiengebühren oder vor dem Eintritt in den Ruhestand beispielsweise kann auch die beste Planung auf den Kopf stellen.

Hier kann Diversifizierung Abhilfe schaffen. Eine breite Streuung Ihres Kapitals kann potenziell zu einer Verringerung des Risikos sowie zu einer Schwankungsglättung, d. h. einem Ausgleich der Höhen und Tiefen, beitragen und sogar die langfristige Wertentwicklung Ihres Gesamtportfolios verbessern.

Die Tabelle unten zeigt, wie sich einige der bedeutendsten Anlageklassen in jedem Jahr entwickelt haben.

Dabei ist natürlich zu beachten, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht als Maßstab für zukünftige Ergebnisse zu betrachten ist und sich möglicherweise nicht wiederholen lässt.

„Aktien“ bezieht sich auf die Weltaktienmärkte gemessen am MSCI AC World Total Return Index. „Staatsanl.“ bezieht sich auf die Wertentwicklung von Staatsanleihen weltweit und „Immobilien“ auf Erträge britischer Gewerbeimmobilien. Nähere Einzelheiten zu den für die Anlageklassen jeweils verwendeten Indizes finden sich am Ende der Tabelle.

Analgerenditen von 14 Jahren


(Quelle: Schroders, Datastream; Stand: 31. Oktober 2017. Aktien: MSCI AC World Total Return Index (Lokalwährungen), Immobilien: UK IPD Index (Pfund Sterling); Barmittel: 3-Monats-GBP-LIBOR (Pfund Sterling); Staatsanleihen: Barclays Global Treasury Index (US-Dollar), Rohstoffe: Bloomberg Commodity Index (US-Dollar). Gezeigt wird die Gesamtrendite entweder in lokaler Währung oder in der Währung des Nennwerts. Es gilt zu beachten, dass die Wertentwicklung der Vergangenheit kein Hinweis auf die Wertentwicklung in der Zukunft ist und sich möglicherweise nicht wiederholen lässt.)

Einige der guten und schlechten Jahre für verschiedene Anlagen lassen sich auf einzelne Ereignisse zurückführen. Das vielleicht einschneidendste war der Kursanstieg bei fast allen Anlageklassen Mitte der Nullerjahre, insbesondere bei Immobilien. Dieser endete im Jahr 2007 bekanntermaßen in einer Katastrophe, als die Hypothekenkrise eine weltweite Rezession nach sich zog.

Im Jahr darauf brachen britische Gewerbeimmobilien um 22,5 % ein, und die globalen Aktienmärkte verzeichneten Verluste von nahezu 40 %. Bei Portfolios mit einem gewissen Anteil an Staatsanleihen, die in diesem Jahr eine Rendite von mehr als 10 % abwarfen, wurden die Verluste etwas kompensiert.

Im Anschluss an die globale Finanzkrise schossen die Kurse der gängigen Vermögenswerte in die Höhe. Dies kann zum Teil als Reaktion auf die extremen Maßnahmen betrachtet werden, die seitens der Zentralbanken zur Ankurbelung der Wirtschaft ergriffen wurden. Doch selbst in dieser Zeit haben sich nicht alle Anlagen in die gleiche Richtung bewegt.

Rohstoffe, deren Wert vor der Krise ebenso wie jener von Aktien und Immobilien gestiegen war, blieben in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts zurück.

Aktien erzielten die höchsten Renditen - Rohstoffe die niedrigsten

Es lässt sich berechnen, welche durchschnittlichen Renditen diese Vermögenswerte über den gesamten Zeitraum hinweg erzielt haben. Daten von Schroders zufolge lag die durchschnittliche jährliche Rendite von Aktien zwischen 2004 und 2017 bei 7,7 %.

Die zweitbeste Wertentwicklung unter den analysierten Vermögenswerten verzeichneten Immobilien bzw. Gewerbeimmobilien, bei denen die Rendite durchschnittlich 6,3 % betrug. Dahinter folgten Staatsanleihen und Barmittel.

Rohstoffe entpuppten sich als die Anlage mit der schlechtesten Wertentwicklung und die einzige, die in diesem Zeitraum einen Verlust von jährlich 2 % verbuchte.

Jährliche Anlagerenditen seit 2004

(Quelle: Schroders, Datastream; Stand: 31. Oktober 2017. Aktien: MSCI AC World Total Return Index (Lokalwährungen), Immobilien: UK IPD Index (Pfund Sterling); Barmittel: 3-Monats-GBP-LIBOR (Pfund Sterling); Staatsanleihen: Barclays Global Treasury Index (US-Dollar), Rohstoffe: Bloomberg Commodity Index (US-Dollar). Es gilt zu beachten, dass die Wertentwicklung der Vergangenheit kein Hinweis auf die Wertentwicklung in der Zukunft ist und sich möglicherweise nicht wiederholen lässt.)

In Bezug auf die absoluten Renditen stieg der Gewerbeimmobilienindex im Laufe der 14 Jahre um 135 %. Für Anleger mit dem britischen Pfund als Basiswährung wären 1.000 Pfund, die im Jahr 2004 investiert wurden, heute (per 31. Oktober 2017) 2.355 Pfund wert.

Es ist anzumerken, dass einige der oben genannten Indizes in unterschiedlichen Währungen notiert sind. Basis für die Berechnung der tatsächlichen Renditen wäre der jeweilige lokale Wechselkurs.

Währungsschwankungen können eine weitere Diversifizierung bedingen. Dadurch, dass Anlagen in Vermögenswerte im Ausland getätigt werden, hängt die Rendite nicht nur von der Wertentwicklung des Vermögenswertes ab, sondern auch von der Stärke und Schwäche der Basiswährungen des Anlegers und dem Ort der Investitionen.

Diversifizierungsvorteile

Risikoreduzierung: Für die meisten Anleger besteht ein entscheidender Punkt darin, kein Geld zu verlieren. Beim Investieren besteht diesbezüglich immer ein Risiko, das sich durch Streuung der Anlagen jedoch unter Umständen mildern lässt.

Zugang zum benötigten Kapital: In Stressphasen ist die Mühelosigkeit, mit der Sie Vermögenswerte kaufen und verkaufen können, entscheidend. Dieses Maß an Handelbarkeit fällt je nach Anlage unterschiedlich aus und wird als Liquidität bezeichnet. So können Immobilien z. B. weniger liquide sein als Aktien. Diversifizierung kann hier hilfreich sein.

Schwankungsglättung: Die Schwankungsbreite Ihres Portfolios wird durch die Häufigkeit und Intensität bestimmt, mit der Ihre Anlagen im Wert schwanken. Indem Sie Ihr Portfolio diversifizieren, können Sie die Höhen und Tiefen leichter ausgleichen.

Zu viel Diversifizierung?

Es gibt keine festen Regeln zur Anzahl von Vermögenswerten, die in einem diversifizierten Portfolio enthalten sein sollten. Zu wenige können riskant sein – zu viele allerdings auch. Es kann eine Herausforderung darstellen, hunderte von Positionen in den unterschiedlichsten Anlageklassen zu verwalten, und eine dadurch bedingte Diversifizierung bringt das Risiko einer schwächeren Wertentwicklung mit sich, das im Englischen augenzwinkernd auch als „Diworsification“ bezeichnet wird.

 

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.Der Beitrag wurde am 13.12.17 auch auf schroders.com veröffentlicht.

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