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ThyssenKrupp wird aufgespalten, Tesla scheint unverwüstlich und die Renditen steigen

FR-Weekly Briefing: Am Wochenende wurden die Pläne vorgestellt, wie es mit ThyssenKrupp weitergehen soll. Elon Musk tritt vom Aufsichtsrat bei Tesla zurück und die Renditen der 10jährigen Bonds in der Eurozone steigen weiter.

ThyssenKrupp wird aufgespalten

ThyssenKrupp wird in einen Werkstoffkonzern (ThyssenKrupp Materials) und einen Industriegüterkonzern (ThyssenKrupp Industrials) aufgeteilt. Nach Vorstellungen von ThyssenKrupp-Chef Guido Kerkhoff sollen im Materials-Bereich 40.000 Mitarbeiter für 18 Milliarden Euro Umsatz mit dem Stahl- und Werkstoffhandel sorgen. Im Bereich Industrials sollen dann 90.000 Mitarbeiter das Geschäft mit Aufzügen, Zulieferungen und Anlagenbau besorgen und einen Umsatz von rund 16 Milliarden Euro erzielen. Die Mehrheitsaktionäre, die Krupp-Stiftung und der PE-Investor Cevian, wie auch die Arbeitnehmervertreter seien mit den Plänen Kerkhoffs einverstanden, heißt es aus Essen. Noch sind die Pläne nicht von der Hauptversammlung abgesegnet. Die Kosten der Aufspaltung könnten nach Schätzung der HSBC bis zu einer Milliarde Euro betragen.

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Tesla scheint unverwüstlich

Nachdem die Nachricht vom Wochenende, dass Elon Musk seinen Posten als Aufsichtsrat bei der kalifornischen Automobilmanufaktur Tesla niederlegen muss, den Kurs um 14 Prozent in den Keller geschickt hatte, nutzen europäische Anleger die Chance am Montagmorgen, um sich mit Tesla-Aktien einzudecken. Bei dünnen Umsätzen zog der Kurs auf Xetra um fast 10 Prozent an. Nun wird spannend, wie die Aktie heute in den USA eröffnet. Anfang April notierte Tesla an der Nasdaq mit 252 US$, am Freitag lag der Schlusskurs bei 264 US$.

Tesla Inc.
Tesla Inc.
Kurs der Tesla Aktie

Quelle: Bloomberg

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Renditen steigen

Die Renditen der Staatsanleihen in der Eurozone steigen weiter. 10jährige deutsche Staatsanleihen zahlen derzeit 0,47 Prozent, Anfang September waren es gerade mal 0,3 Prozent. Das italienische Korrespondent notiert aktuell mit 3,2 Prozent. Zu Beginn der Regierungszeit des Kabinetts von Giuseppe Conte Anfang Juni war die Rendite von 1,8 Prozent auf das heutige Niveau gesprungen. Auch die französischen 10jährigen Staatsanleihen haben in den vergangenen vier Wochen angezogen, und zwar von 0,68 auf 0,82 Prozent.

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Ölpreisanstieg nur vorübergehend?

Die Preise für die beiden wichtigsten Ölsorten legen weiter zu: WTI Crude notiert am Morgen mit 73,36 US$ pro Barrel, das Fass Brent wird mit 82 US$ gehandelt. Während der steigende Ölpreis Befürchtungen laut werden lässt, die 100-Dollar-Marke könnte bald wieder geknackt werden, gibt sich Ölexperte Art Berman gelassen: Der Anstieg sei nur ein vorübergehender, die Vorratssituation sei gut und die Märkte würden bald zum gewohnten Geschäft zurückkehren.  Präsident Trump (der von der Opec eine Ausweitung der Produktion gefordert hatte, um den Preisanstieg, den er im Übrigen selbst verursacht hat, zu dämpfen) solle sich wieder entspannen. Spannend wird,  wohin der Preis tendiert, wenn ab November die Sanktionen gegen das Förderland Iran beginnen.

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Gold sinkt weiter

Der Goldpreis gab am Montag weiter nach – die Ankündigung der US-Notenbank Fed, die Zügel anzuziehen und die Zinsen weiter zu erhöhen, wird von den Anlegern nicht goutiert: Höhere Zinsen stärken den Dollar und treiben die Bond-Renditen in die Höhe; das setzt den Goldpreis unter Druck, weil die Opportunitätskosten für ein Asset, das keine Rendite erwirtschaftet, steigen.   

Der Spotpreis sinkt um ein Drittel Prozent auf 1.188.41 US$ pro Unze.

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Einzelhandel schwächelt

Die deutschen Einzelhändler mussten im August ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat notieren. Im Juli lag der Umsatzrückgang noch bei 1,1 Prozent. Das Gesamtjahr wird jedoch trotzdem positiv abschließen – zum neunten Mal in Folge. In den ersten acht Monaten stieg der Umsatz der Einzelhändler real um 1,4 Prozent. Rekordbeschäftigung, höhere Löhne und niedrige Zinsensorgen fördern den Konsum.

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