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Und Größe ist doch wichtig ...

Nur zehn Asset Manager haben im vergangenen Jahr fast 90 Prozent aller Mittelzuflüsse in den USA in ihre Produkte geleitet. Dahingegen tun sich kleine und mittlere immer schwerer, Kunden zu sich zu holen.

Insgesamt investierten Anleger im letzten Jahr rund zwei Billionen US$ in Assets und ließen damit das weltweit gemanagte Vermögen auf über 88 Billionen US$ ansteigen, so das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens McKinsey.

 

Vor diesem Hintergrund ist es umso erstaunlicher, dass mehr als die Hälfte der Asset Manager in den USA, die zwischen 300 Milliarden und einer Billion US$ verwalten, im vergangenen Jahr den Abzug von Kundengeldern berichten mussten. Demgegenüber haben die großen Player mit mehr als einer Billion an Assets under Management einen überproportionalen Teil des Neugeschäfts an Land gezogen. Sowohl BlackRock als auch Vanguard, die beiden größten Vermögensverwalter der Welt, verzeichneten im vergangenen Jahr Rekordzuwächse, was durch den Trend hin zu passiv gemanagten Produkten noch verstärkt wurde.   

Aber auch eine wachsende Zahl von Pensionsfonds und Institutionellen Investoren wendet sich von den aktiv gemanagten Fonds ab und konzentriert sich lieber darauf,  strategischen Partnern ihre Assets anzuvertrauen, so McKinsey. Andererseits versuchten viele mittelgroße Asset Manager, jedem Kunden jedes Produkt anzubieten, doch fehle es ihnen an schierer Masse, um die Produktbreite und -tiefe der größeren Konkurrenz zu erreichen.

Onur Erzan, Partner bei McKinsey, erklärt, dass Asset Manager, die in der Mitte feststecken, sich ihr Geschäftsfeld vielmehr entsprechend ihrer eigenen Stärken aussuchen müssten.  Der Aufbau von eigenen Datenverarbeitungs- und Analyse-Kapazitäten sei auf jeden Fall hilfreich, zum Beispiel auch durch Allianzen mit Technologieunternehmen.

Der Zwang, eine größere kritische Masse zu erreichen, um mit den Billionären — den Unternehmen mit mehr als einer Billion US$ an Assets — mithalten zu können, werde zukünftig für mehr Übernahmen und Fusionen sorgen und das Entstehen neuer Partnerschaften und Allianzen begünstigen, glaubt man bei McKinsey

Die Größe alleine bestimmt zwar nicht über das eigene Schicksal,
aber ihre Bedeutung wird in den kommenden Jahren weiter wachsen”, 

meint Onur Erzan.

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