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Zero-Fonds sind Kassenschlager

Im Kampf um die Marktanteile hat Fidelity im Augenblick die Nase vorn: Im Oktober konnte der Asset Manager 40 % mehr verkaufen als die Konkurrenz von Vanguard. Vor allem mit seinen Zero-Fonds hat Fidelity dabei Boden gut gemacht.

Im August dieses Jahres hatte Fidelity für Aufsehen in der Branche gesorgt, als der Asset Manager zwei Index-Investmentfonds auf den Markt brachte, für die keinerlei Managementgebühren fällig sind. Gleichzeitig hat Fidelity die Gebühren für bereits existierende Indexfonds massiv gesenkt und die meisten Mindestanlagebeträge abgeschafft.

 

Schon im August konnte Fidelity mit dem ZERO Total Market Index Fund und dem  ZERO International Index Fund gemeinsam eine Milliarde US$ einsammeln. In der Folge entwickelten sich die beiden Fonds zu echten Zugpferden für den Asset Manager aus Boston: Im Oktober konnte Fidelity 40 Prozent mehr Investorengelder vereinnahmen als der größte Rivale Vanguard. 

Zwar kann Vanguard mit 5,2 Billionen US$ mehr als doppelt so viele Assets under Management vorweisen wie Fidelity (2,5 Bio. US$). Noch wird die Branche allerdings dominiert vom New Yorker Giganten Blackrock, der sagenhafte 6,4 Billionen US$ an Vermögen verwaltet. In derselben Liga spielt nur noch State Street Global Advisors: Der Bostoner Asset Manager verwaltet etwas mehr als 2,8 Billionen US$. Die nächstfolgenden Vermögensverwalter BNY Mellon und Capital Group kommen auf jeweils "nur" rund 1,6 Billionen US$. Um diese Größen ins Verhältnis zu setzen: Die Staatsschulden Italiens belaufen sich aktuell auf etwa 2,3 Billionen Euro

“Der Oktober war ein guter Monat für Fidelity”, erklärt Daniel Wiener, US-Vermögensberater und Redakteur für das Fachmagazin Independent Advisor. “Aber ehrlich gesagt rechne ich damit, dass Vanguard in ein bis zwei Monaten wieder die Nase vorne hat.”

Im Oktober hat Fidelity lediglich mit Investmentfonds – also ausschließlich ETFs – rund 6,6 Milliarden US$ eingesammelt, bei Vanguard waren es nur 4,6 Milliarden. Allein die beiden Zero-Fonds zogen zusammen mehr als 1,8 Milliarden US$ an Kundengeldern an. Demgegenüber musste Branchenprimus BlackRock laut Morningstar Mittelabflüsse in Höhe von 890 Millionen US$ verzeichnen.

Vanguard hat inzwischen auf die Initiative von Fidelity reagiert: Am Montag senkte der Asset Manager, der übrigens ebenfalls im Bostoner Financial District beheimatet ist, die Mindestanlagesummen für 38 Produkte seiner Admiral-Serie von 10.000 auf 3.000 US$. Dadurch soll es minder gut betuchten Investoren leichter fallen, von der Investor-Klasse, in der die Management-Gebühren 0,14 % betragen, in die günstigere Admiral-Klasse mit Fees in Höhe von 0,04 % zu wechseln. Davon sollen rund 1,5 Millionen Sparer in den USA profitieren, die entgangenen Gebühren sollen bis zu 71 Millionen US$ betragen.

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